Indiens wachsende Solar-Industrie stärkt Lindes Spitzenposition als Photovoltaik-Zulieferer

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BOC India (BOCI), Mitglied der Linde-Gruppe (München), hat vier langfristige Gaslieferverträge mit großen PV-Herstellern geschlossen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung: Moser Baer, Euro Multivision, Solar Semiconductor und Indo Solar (auch als Phoenix Solar firmierend). Damit stärke BOCI seine Position als Indiens führender Gas-Technologieversorger der Photovoltaik-Industrie. Bei der Produktion von Solarzellen seien Gase entscheidend, betont Linde, sie könnten bis zu 20 Prozent der Gesamtkosten bei der Fertigung von Dünnschicht-Silizium ausmachen. Diese für BOCI wichtigen Abschlüsse erfolgten zu einem Zeitpunkt, an dem Indien sein Ziel formuliert habe, die installierte Photovoltaik-Leistung bis 2020 von nahezu Null auf 20 Gigawatt (GW) zu erhöhen.
Damit bekräftige Indien seinen Willen, die Erderwärmung durch die Entwicklung alternativer Energiequellen und die Senkung von Treibhausgas-Emissionen zu bekämpfen.
“Während Indien Vorgaben für die Solarenergie-Produktion macht, hat sich BOCI dem Ziel verschrieben, die Kosten von Solarstrom durch die Nutzung der Photovoltaik im großen Stil zur Netzparität zu bringen, indem es die Kosten der Solarzellen-Herstellung pro Watt senkt”, sagte Srikumar Menon, Geschäftführer von BOC India. “Unsere Beziehungen mit der immer länger werdenden Liste führender indischer Hersteller belegen den Wert unserer Investition in die Fähigkeit, auf Weltklasse-Niveau zu arbeiten, um diese schnell wachsende und technisch anspruchsvolle Industrie zu beliefern.”

Multi-Megawatt Produktionskapazitäten für die Photovoltaik in Indien
Für die erste Photovoltaik-Produktion von Moser Baer im indischen Greater Noida hat BOCI eines der größten Industriegas-Bereitstellungssysteme innerhalb der Elektronikproduktion in ganz Südostasien geschaffen. Zusätzlich zur Herstellung wichtiger Gase am Sitz von Moser Baer umfasst die Partnerschaft zwischen BOCI und Moser Baer auch Technologien zur Optimierung der Gasverwendung sowie Indiens erstes komplettes Gasmanagement vor Ort.
Für die erste indische Produktionsanlage für kristalline Silizium-Solarzellen von Indo Solar, ebenfalls in Greater Noida, fiel die Wahl auf BOCI als Exklusivlieferant von Stickstoff (N2), Silan (SiH4) und weiteren Spezialgasen. BOCI wird das komplette Gasmanagement übernehmen und auch die Verteil- und Überwachungssysteme installieren, die für eine sichere und verlässliche Versorgung der Produktion mit diesen Spezialgasen nötig sind. In einem ersten Schritt will Indo Solar eine jährliche Solarzellen-Produktionskapazität von 160 MW aufbauen, die anschließend um weitere 200 MW aufgestockt werden soll (Abschluss Ende 2009 erwartet).
In Fab City (Hyderabad) wurde BOCI ausgewählt, um den Weg zu bahnen für die Entwicklung einer Gasversorgungs-Infrastruktur im Zusammenhang mit der ersten größeren Photovoltaik-Investition. Solar Semiconductors neue Fabrik zur Herstellung von Solarzellen auf der Basis von kristallinem Silizium in Fab City soll eine Anfangsleistung von 30 MW haben und bis 2010 auf 120 MW aufgestockt werden. BOCI plant auch, seine Gas- und chemische Infrastruktur in Fab City Hyderabad zu erweitern, um künftige Investitionen zu sichern. Schließlich arbeitet BOCI in Gujarat mit Euro Multivision Limited an der Vorsorgung mit Gasen im großen Umfang sowie mit Spezialgasen einer neuen Produktionsanlage für kristalline Solarzellen mit 40 MW-Fertigungsleistung in Kutch. In Indien ballt sich die Photovoltaik-Produktion hauptsächlich im Norden (Delhi and Noida) und im Süden (Hyderabad, Bangalore und Chennai).

13.11.2009 | Quelle: Linde Gruppe | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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