Förderinitiative Energiespeicher: 200 Millionen Euro für die Speicherforschung

Die Bundesministerien für Wirtschaft und Technologie, für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie für Bildung und Forschung haben am 18.05.2011 eine gemeinsame Initiative zur Förderung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet von Energiespeichertechnologien gestartet.

Die Förderbekanntmachung wurde jetzt im Bundesanzeiger veröffentlicht. Projektskizzen können ab sofort eingereicht werden.

Strombedarf in Deutschland soll 2050 zu 80 Prozent aus regenerativen Quellen gedeckt werden
Hintergrund der Förderinitiative ist das Ziel, den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland zu beschleunigen und die Energiesysteme für einen Hauptanteil erneuerbarer Energien zu optimieren. Der zu erwartende Strombedarf in Deutschland soll im Jahr 2050 zu 80 Prozent aus regenerativen Quellen gedeckt werden.

Verstärkter Einsatz von Speichern wichtig für Versorgungssicherheit und Zuverlässigkeit der Stromversorgung
Vom Ausgleich kurzfristiger Schwankungen bis hin zur Langfristspeicherung über mehrere Monate hinweg gilt es, das Stromangebot jederzeit in Einklang mit der Stromnachfrage zu bringen, betonen die Ministerien. Mittel- bis langfristig sei daher neben intelligentem Lastmanagement und neuen Netzstrukturen der verstärkte Einsatz von Speichern wichtig, um die Versorgungssicherheit und Zuverlässigkeit der elektrischen Energieversorgung auch künftig zu gewährleisten.

Grundlagenforschung und Entwicklung von Speichertechnologien für Strom und Wärme
Für die „Förderinitiative Energiespeicher“ stellen die drei Ressorts in einer ersten Phase bis 2014 insgesamt bis zu 200 Millionen Euro bereit und werden durch ein gemeinsames Programmmanagement eine zielorientierte und effiziente Förderung sicherstellen. Unterstützt werden Forschungsvorhaben zur Entwicklung einer großen Bandbreite von Speichertechnologien für Strom, Wärme und andere Energieträger. Obwohl bereits heute Energiespeicher, wie zum Beispiel die Pumpspeicherkraftwerke, wirtschaftlich betrieben werden, befindet sich eine Vielzahl der Technologien noch im Grundlagenstadium oder in der Entwicklungsphase. Hierzu zählen zum Beispiel so genannte RedoxFlow-Batterien. Gleiches gilt für thermisch optimierte Druckluftspeicher, bei denen durch die Zwischenspeicherung der anfallenden Wärme der Wirkungsgrad erhöht wird. Innovationen und technologische Entwicklungen werden dringend benötigt, um den technologischen Herausforderungen zu begegnen und eine schnelle Markteinführung von neuen Energiespeichern erreichen zu können, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung.

19.05.2011 | Quelle: BMU; Foto: Fraunhofer ISE; Joscha Rammelberg | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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