Solar- und EE-Industrie im Mittleren Osten rechnet mit positiven Entwicklungen im Jahr 2017

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Die Erneuerbare-Energien-Industrie im Mittleren Osten stellt sich auf ein positives Jahr 2017 ein: Laut dem Vorsitzenden des Clean Energy Business Council (CEBC), Dr. Nasser Saidi, beschleunigen Schlüsselmärkte in der Golf- und größeren MENA-Region ihre Energie-Programme, um ihre nationalen Ziele zu erreichen.
Die CEBC-Konferenz am 14.12.2016 widmet sich den Themen solare Kraftwerke und dezentrale Photovoltaik-Anlagen.

Rekordgebote für Solarstrom aus großen Kraftwerken
Dr. Saidi sagte im Vorfeld der Konferenz, dass Projektentwickler und Investoren hohe Erwartungen an das kommende Jahr stellten, dass der Ausbau CO2-armer Technologien rasch vorangehe, vor allem in Saudi-Arabien. Das Königreich will bis 2020 EE-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 3,5 Gigawatt installieren.
„2016 war ein positives Jahr, in dem Rekordgebote für Solarstrom aus großen Kraftwerken abgegeben wurden, vor allem in den VAE. Das hat die Dynamik des Solar-Ausbaus positiv und unumkehrbar verändert“, so Saidi. „Aber das ist erst der Anfang. Wir rechnen mit einem Paradigmenwechsel beim EE-Ausbau in der Region.“
„Das nächste Jahr wird wichtig für den langfristigen Erfolg der Strategien zur Energie-Diversifizierung im Mittleren Osten.“
Kuwait und Bahrain streben bis 2020 einen Erneuerbaren-Anteil von 5 % an der installierten Gesamtleistung an. Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen bis 2021 ganze 21 Prozent ihres Stroms mit erneuerbaren Energiequellen erzeugen.
Jordanien will bis Ende 2018 EE-Anlagen mit 1.800 MW am Netz haben, und Ägypten den Anteil der Erneuerbaren bis 2022 auf 20 Prozent erhöhen. In Marokko soll bis 2020 die installierte EE-Leistung 42 % der insgesamt installierten Leistung ausmachen.
Experten schätzen, dass der Mittlere Osten bis 2030 insgesamt weitere 267 GW Stromerzeugungs-Leistung braucht, um seinen wachsenden Energiebedarf zu decken.

14.12.2016 | Quelle: CEBC | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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