ABO Wind AG erlöst bei Kapitalerhöhung 16,2 Mio. Euro

Luftbild des finnischen Windparks Haapajärvi von ABO WIndFoto: ABO Wind
Investitionen in europäischen Ländern, wie den finnischen Windparks Haapajärvi will ABO WInd mit der aktuellen Kapitalerhöhung finanzieren
Rund 16 Millionen Euro hat die ABO Wind AG bei ihrer jüngsten Kapitalerhöhung erlöst. Das frische Kapital will der Wiesbadener Projektierer insbesondere für die Vorfinanzierung von Großprojekten im Ausland verwenden.

Bei der bislang größten Kapitalerhöhung der Unternehmensgeschichte hat die ABO Wind AG brutto 16,2 Millionen Euro erlöst. Das Bankhaus Metzler hat die Emission bei ausgewählten institutionellen Investoren erfolgreich platziert und dabei eine 2,3-fache Überzeichnung erzielt. Zu den rund 30 neuen Aktionären zählen insbesondere internationale Fondsgesellschaften. Mit den 550.000 neuen Aktien wächst die Gesamtzahl der Aktien auf nunmehr 9.220.893 Stück.

Der Platzierungspreis für die neuen Aktien betrug 29,50 Euro und lag somit 4,5 Prozent unter dem durchschnittlichen Xetra-Schlusskurs der zehn dem Vorstandsbeschluss zur Kapitalerhöhung vorausgegangenen Börsentage. Bereits im August hatte das Unternehmen 4 Mio. Euro mit neuen Aktien erlöst. Damals lag der Ausgabekurs um fast ein Drittel unter dem jetzigen Ausgabekurs.

Gründer behalten die Aktienmehrheit

Durch die Kapitalerhöhung sinkt der Anteil der beiden Gründerfamilien an der ABO Wind AG somit von 55 auf 52 Prozent. Die namensgebenden Gründer Jochen Ahn und Matthias Bockholt gehören dem vierköpfigen Vorstand an. „ABO Wind bleibt dauerhaft eigentümergeführt“, sagt Bockholt.

Neben der Windenergie widmet sich die ABO WInd AG seit vielen Jahren auch anderen erneuerbaren Energien, wie der Photovoltaik. Mit der jüngsten Kapitalerhöhung steigt das bilanzielle Eigenkapital des Unternehmens zum Jahresende auf rund 140 Millionen Euro. „Damit wachsen unsere Möglichkeiten, Bauphasen vorzufinanzieren und auch sehr große Wind- und Solarparks selbst schlüsselfertig ans Netz zu bringen“, sagt Bockholt. Die Projektentwicklung bis zur Baureife ist für ABO Wind der zentrale Teil der Wertschöpfungskette. In der Regel will das Unternehmen auch die Errichtung als Generalunternehmer selbst abwickeln, um die Projekte dann schlüsselfertig zu veräußern. Erneuerbare Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von rund 1600 Megawatt hat ABO Wind bislang ans Netz gebracht sowie zusätzlich Projekte mit 2000 Megawatt Leistung in früherem Stadium veräußert.

Großprojekte sind baureif

Aktuell arbeitet die ABO Wind AG mit rund 700 Mitarbeiter*innen weltweit an neuen Projekten mit mehr als 12.000 Megawatt Leistung. Darunter sind viele große Einzelprojekte, zum Beispiel in Finnland oder Spanien, mit mehr als 100 Megawatt Leistung, die laut ABO Wind kurz- und mittelfristig Baureife erlangen und dann in die Bauphase kommen.

25.11.2020 | Quelle: ABO Wind AG
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