Leichtbau der BTU Cottbus für Flugwindkraftanlagen von Enerkite

Zu sehen ist der 30-kW-Demonstrator der Flugwindkraftanlagen von EnerKite.Foto: Enerkite GmbH
Mit Flugwindkraftanlagen kann man den stärkeren Wind in höheren Luftschichten zur Stromerzeugung ausnutzen.
Für den ersten 100-kW-Serienprototyp, den Enerkite, Pionier für Flugwindkraftanlagen aus dem brandenburgischen Kleinmachnow, bis 2022 fertigstellen will, arbeitet das Unternehmen mit einem Experten-Team für Leichtbau-Komponenten der BTU Cottbus zusammen.

Flugwindkraftanlagen können durch die Nutzung von Höhenwinden zuverlässig kontinuierlich Strom produzieren. So könnte der 100-kW-Serienprototyp 200 Haushalte dauerhaft mit grünem Strom versorgen. Die Anlagen bestehen nur aus einem Drachen, drei Seilen und einem Steuerungscontainer und sparen so 90 % der Ressourcen. Da Höhenwinde an 80 % der Landfläche verfügbar sind und das Design zukünftig die günstigsten Stromkosten aller grünen Energiequellen ermöglicht, können Flugwindkraftanlagen laut Hersteller einen bedeutenden Beitrag für eine global gelingende Energiewende leisten. Denn der Drachen kann doppelt so viel Energie wie klassische Windräder produzieren.

Bis zum Ende des Jahres 2022 wollen die Beteiligten im Verbundprojekt der BTU Cottbus und Enerkite, genannt EKxM, den 100-kW-Serienprototyp EK200 SP realisieren. Ziel ist es, später auch die Skalierung Megawatt-Klasse zu erreichen.

BTU Cottbus unterstützt mit Künstlicher Intelligenz

Für die Enerkite-Anlagen unterstützt das Team um Holger Seidlitz als Forschungspartner die Entwicklung leichter dynamischer Komponenten des Masts und der Seilwinden. „Mit dem Einsatz von modernen additiven Fertigungsverfahren und Künstlicher Intelligenz (KI) werden Designmethoden optimiert, um komplexe Leichtbaukonstruktionen schnell und präzise zu entwerfen”, sagt Holger Seidlitz.

Das dabei angewandte Multi-Material-Design ist ein fundamentaler Teil der Forschungsarbeit des Instituts und die gewonnenen Erkenntnisse tragen maßgeblich zur Weiterentwicklung und Optimierung der internen Kompetenzen im Bereich der Künstlichen Intelligenz bei. Ferner wollen die Forscher:innen die erarbeiteten Grundmodelle auf weitere und sogar artfremde Problemstellungen überführen. Dadurch sollen diese innerhalb zukünftiger Forschungsaufgaben und Industrieprojekte einsetzbar sein.

Die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) und der EU-Strukturfonds EFRE fördern das Verbundprojekt EKxM. Bis Anfang Mai wirbt das Unternehmen zudem noch Mittel über eine Crowdfunding-Kampagne ein, über die sich Bürger im Rahmen einer Risikokapitalfinanzierung beteiligen können. In der bislang erfolgreichsten Unternehmens-Kampagne der Plattform FunderNation.de habne Anleger bereits über 700.000 € investiert.

9.4.2021 | Quelle: Enerkite GmbH | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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