Erste Veranstaltung der AGFW-Plattform für Grüne Fernwärme

Fernwärme-Leitung halb eingegraben im Boden - vielleicht mit Grüner FernwärmeFoto: stock.adobe.com / © struvictory
Kraft-Wärme-Kopplung gilt als wichtiger Faktor für Grüne Fernwärme.
Im Frühjahr hat der Verband der Fernwärme- und KWK-Branche AGFW die „Plattform Grüne Fernwärme“ gegründet. Nun gab es die erste Veranstaltung in diesem Rahmen.

Ziel der Plattform Grüne Fernwärme sei es, den Fernwärmeausbau zu beschleunigen und Kommunen bei der Umstellung auf CO2-sparende und klimaschonende Wärmeversorgung mit Fernwärme zu unterstützen, erklärt der AGFW. Die Plattform soll sowohl eine Online-Toolbox als auch eine Vernetzungsplattform sein.

Mit der Plattform will der Verband seine 40/40-Strategie umsetzen und weiterbringen. Deren Ziel ist, 40 Prozent der deutschen Kommunen jeweils zu 40 Prozent mit Fernwärme versorgen, die zu einem hohen Anteil aus erneuerbaren Energien stammt. So soll sich die Energiewende im Wärmesektor umsetzen lassen. Diese Zielformulierung stammt aus dem Jahr 2018.

„Grüne Fernwärme ist ein wichtiger Baustein für das Erreichen der Klimaschutzziele. Deshalb muss ihr Ausbau mit Hochdruck weiter vorangetrieben werden“, sagte der Präsident des auf Fernwärme, Kraft-Wärme-Kopplung und Fernkälte spezialisierten Energieeffizienzverbandes AGFW, Hansjörg Roll. Im Zuge dieses Ausbaus hat der Verband bereits eine Aufstockung des Bundesförderprogramms für Effiziente Wärmenetze auf eine Milliarde Euro gefordert.

Unternehmen können „Patenschaften“ für regionale Netzwerke übernehmen

Die Plattform Grüne Fernwärme soll Kommunen, Stadtwerke, Fachplaner und Dienstleister zusammenbringen. Kern des Projekts sei der Erfahrungsaustausch mit Unternehmen, die bereits in der Fernwärme aktiv sind. Diese könnten die Patenschaft für ein regionales Netzwerk übernehmen. So könnten sie dort interessierte Kommunen beim Start in die grüne Fernwärme mit Know-how und Erfahrung unterstützen. Auf der Webseite der Plattform sei ein Dienstleisterregister auf der Seite eingerichtet worden. Dieses biete Hilfen für die Projektfindung und Planung bis hin zur Umsetzung.

Bei der Veranstaltung zum Plattformstart waren sind vier Netzwerkpaten vertreten. Dies seien treibende Kommunen und Unternehmen in Baden-Württemberg, Sachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen.

Netzwerk für Austausch und Weiterbildung

Die Plattform soll Informationen zu Fördermitteln und Regelwerken sowie Leitfäden zu Technologien und anderen wichtigen Themen bereitstellen und Hilfestellung bei der kommunalen Wärmeplanung bieten. Auch Raum für den kollegialen Austausch soll es geben. Zudem bietet der AGFW Seminare zu technischen, rechtlichen und politischen Fragestellungen zur Fernwärme sowie den gesetzgeberischen Rahmenbedingungen an. Laufende Projekte will der AGFW im Rahmen der Plattform mit seiner Öffentlichkeitsarbeit medial begleiten.

„Die Idee kommt in der Branche sehr gut an. Bereits jetzt stehen weitere regionale Netzwerke in den Startlöchern“, sagt Projektleiter Georg Bosak. „Interessierte, die ebenfalls an der Plattform mitwirken oder ihr Modellprojekt vor Ort starten möchten, können sich über ein Kontaktformular auf der Plattform bei uns melden.“

15.7.2021 | Quelle: AGFW | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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