EU: Solarallianz für „made in europe“ gestartet

Ein Monteur reißt inmitten eines großen Solarfeldes die Arme vor Freude hoch.Foto: bunyarit / stock.adobe.com
Kann hunderttausende Arbeitsplätze bringen: der Wiederaufbau der europäischen Solarindustrie.
Die EU-Kommission hat zusammen mit Industrie und Wissenschaft ihre Kampagne für eine europäische Solarproduktion gestartet. Sie will dazu beitragen, innerhalb der kommenden fünf Jahre 30 Gigawatt an Produktionskapazitäten aufzubauen.

Die EU-Kommission hat den Startschuss für eine europäische Solarallianz gegeben, deren Ziel die Photovoltaik- Produktion in Europa ist. Die Initiative trägt den Namen European Solar PV Industry Allianz. Wie die Kommission mitteilte, wurde die Kampagne gemeinsam mit Industrievertretern und Forschungseinrichtungen ausgerufen.

Die Allianz will helfen, das Versorgungsrisiko zu mindern, indem sie eine Diversifizierung der Versorgung durch vielfältigere Importe und eine verstärkte Herstellung innovativer und nachhaltiger Photovoltaikanlagen in der EU sicherstellt. In einer gemeinsamen Erklärung haben die Kommission und die Unterzeichner des Bündnisses die Prioritäten für 2023 dargelegt.

Zentrale Punkte

Dabei geht es um folgende Punkte:

  • Investitionsmöglichkeiten sichern: Ziel ist, private Investitionen für die Entwicklung und Vermarktung innovativer und wettbewerbsfähiger PV-Produkte aus Europa zu gewinnen. Vorrangig wird sie daran arbeiten, die Investitionen der EU, der Mitgliedstaaten und des Privatsektors aufeinander abzustimmen, einschließlich der nationalen Konjunktur- und Wiederaufbaupläne.
  • ein förderliches Umfeld schaffen: durch die Beseitigung von Hindernissen, wie z. B. vereinfachte Genehmigungsverfahren für neue Produktionsstätten oder die Sicherung der Versorgung mit Rohstoffen und Komponenten. Die Allianz will dabei auch Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft in der gesamten Wertschöpfungskette unterstützen. Außerdem gehe es darum, Innovationen zu identifizieren, auch durch EU-finanzierte Forschung, und sich für die Bekämpfung des Arbeitskräfte- und Qualifikationsmangels in der Branche einzusetzen. Schließlich willsie dazu beitragen, die Nachfrage zu stimulieren, etwa indem Photovoltaik zum Kriterium für öffentlichen Maßnahmen mit.
  • eine widerstandsfähige Lieferkette aufbauen: durch die Suche nach alternativen Lieferanten, Partnern und Abnehmern mittels Partnerschaften, Dialogen und Handelsforen, um die derzeitigen Abhängigkeiten Europas zu verringern.

PV-Ziel von 600 GW bis 2030

Mit der PV-Produktion „made in europe“ will Brüssel es ferner schaffen, seine im Programm die REPowerEU festgeschriebenen Ziele zu erreichen. So sollen die solaren Neuinstallationen 2025 bei 320 Gigawatt (GW) neu 2030 bei fast 600 GW liegen.

Zugleich will die neue Allianz bis 2025 30 GW an europäischen Produktionskapazitäten in der gesamten Wertschöpfungskette erreichen. Damit würde zudem die Schaffung von mehr als 400 000 neuen Arbeitsplätzen einhergehen. Es bedeutete ferner eine zusätzliche Wirtschatfsleistung von 60 Milliarden Euro pro Jahr.

9.12.2022 | Quelle: EU-Kommission | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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