Stadt Waghäusel baut 587 Kilowatt PV auf kommunale Gebäude

Arbeiter montieren PV auf dem Dach einer Friedhofshalle.Foto: Steffen Hoffner (Spacemedia)
Die Friedhofshalle im Waghäuselner Stadtteil Wisental bekommt PV auf das Dach.
Photovoltaik auf kommunalen Gebäuden realisiert die Stadt Waghäusel. Geplant sind zunächst acht Anlagen mit 587 kW Leistung

Die Große Kreisstadt Waghäusel in Baden-Württemberg bestückt die Dächer kommunaler Gebäude mit Photovoltaik. Darüber berichtet der Projektentwickler Wirsol. Ihre Spitzenleistung summiere sich auf 587 Kilowatt (kW).

Insgesamt elf Photovoltaikanlagen sollen auf Dächern von öffentlichen Gebäuden entstehen. Dabei habe die Stadt den Ausbau der Photovoltaik auf eigenen Dächern in zwei Phasen aufgeteilt. Im ersten Schritt errichte die Waghäuseler Firma Wirsol Roof Solutions acht Anlagen im Rahmen eines Pachtmodells. Danach sollen drei eigene PV-Anlagen folgen.

Den Auftakt des Photovoltaikausbaus machen die Solardächer auf einem Jugendzentrum und auf einem Friedhofgebäude. „Wir machen mit diesen ersten kommunalen PV-Anlagen einen Schritt in Richtung klimaneutrale Energieerzeugung für unsere eigenen Liegenschaften“, sagte Oberbürgermeister Thomas Deuschle. „(W)ir werden diesen Weg mit weiteren Anlagen zur Energieerzeugung aus Erneuerbaren Energien in unserer Stadt aktiv fortsetzen“.

Insgesamt werden für die ersten acht Anlagen 1.432 Photovoltaikmodule installiert. Diese können rund 630.300 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Durch den zusammengefassten Eigenverbrauch der Gebäude von 133.886 Kilowattstunden entsteht ein Überschuss von 496.419 Kilowattstunden, der in das Stromnetz eingespeist werden kann. Ergänzt werden die Anlagen durch Batteriespeicher mit einer Kapazität von insgesamt 192 Kilowattstunden. Sie erhöhen die Wirtschaftlichkeit, steigern den Eigenverbrauchsanteil und sorgen für eine höhere Versorgungszuverlässigkeit.

Pachtmodell bietet Kostenvorteile

„Das Waghäuseler Pachtmodell ist für Kommunen wirtschaftlich attraktiv und steht auch anderen Städten und Gemeinden offen, die den Photovoltaikausbau voranbringen wollen“, sagt Wirsol-Geschäftsführer Johannes Groß.

Die Stadt Waghäusel erziele durch das Pachtmodell jährliche Pachteinnahmen für die Dächer und profitiere von den deutlich sinkenden Strombeschaffungskosten für die jeweiligen Einrichtungen. Die bisher bezahlten Strompreise lagen dagegen noch über üblichen Privatkundenkonditionen. Für die Stadt fallen ferner weder Planungs- noch Investitionskosten an. Durch die Zusammenarbeit der Stadt mit Wirsol bleibt künftig die komplette Wertschöpfung der Anlagen in der Stadt Waghäusel.

Quelle: Wirsol | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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