EGIS 2024: mehr Energiegenossen, PV, drei Prozent Dividende

Die Energiegenossenschaft EGIS eG hat auf ihrer Generalversammlung eine solide Bilanz für das Geschäftsjahr 2024 gezogen. Trotz eines herausfordernden Marktumfelds bleibe die Genossenschaft auf Wachstumskurs. Das belegten laut Medienmitteilung steigende Mitgliederzahlen, neu in Betrieb genommene PV- und Fernwärmelösungen sowie ein umfassender Projektplan für 2025. „Das vergangene Jahr war wirtschaftlich und politisch anspruchsvoll. Umso mehr freut es uns, dass wir positive Ergebnisse vorlegen, und unsere Mitglieder am Erfolg beteiligen können“, sagte Pascal Lang, Vorstandsvorsitzender der EGIS eG. Die Versammlung beschloss eine Dividende in Höhe von drei Prozent – eine Ausschüttung von fast 620.000 Euro.
„Nahezu der gesamte Bilanzgewinn wird in Form der Dividende ausgeschüttet. Das ist Ausdruck unseres genossenschaftlichen Verständnisses. Bei der EGIS eG geht es nicht um Gewinnmaximierung, sondern darum, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und die Energiewende voranzubringen.“, sagte der Versammlungsleiter der Generalversammlung Georg Eder.
EK-Quote 85 Prozent
Im vergangenen Jahr hat die Genossenschaft 454 neue Mitglieder aufgenommen, sodass die Zahl zum Stichtag am 31.12.2024 auf 2.752 anwuchs. Das ist ein Plus von rund 19 Prozent. Die Umsätze der EGIS eG-Gruppe lagen 2024 bei 11,2 Millionen Euro (2023: 7,9 Millionen Euro), die Eigenkapitalquote der EGIS eG betrug 85,2 Prozent und ist somit konstant zu 2023 geblieben. Bei den turnusmäßigen Aufsichtsratswahlen wurden Konrad Estermaier (Vorsitzender), Bürgermeister Georg Eder und Peter Pospischil im Amt bestätigt.
„Langfristige Stromlieferverträge, kurz PPAs, haben sich als verlässliche Basis erwiesen, um den aktuellen Marktumständen entgegenzuwirken“, sagte Pascal Lang. Positiv wirkte sich zudem die Normalisierung der Direktvermarktungsentgelte aus. Denn 2023 mussten Betreiber von Solaranlagen deutlich mehr für die Vermarktung ihres Stromes über die Strombörse zahlen. Diese Zusatzkosten haben allgemein viele Projekte belastet. 2024 normalisierten sich diese Entgelte wieder. Um künftig flexibler auf Netzengpässe reagieren zu können, prüft die EGIS eG aktuell an mehreren PV-Standorten eine nachträgliche Ergänzung mit Batteriespeichern.
Die EGIS eG setzt ihren ganzheitlichen Ansatz konsequent fort. Erneuerbare Energie aus Photovoltaik wird intelligent mit Wärmenetzen, Ladeinfrastruktur und Speichern kombiniert. Hierbei zeigt man sich offen für andere Energiequellen wie beispielsweise Geothermie. Ein Schwerpunkt bei allen EGIS-eG-Vorhaben: ökologische Aspekte. Projekte wie im unterfränkischen Bundorf – ein 125-Megawatt-Solarpark mit Bürgerbeteiligung, E-Ladepunkten und angeschlossenem Wärmenetz – zeigen, dass diese Kombination sowohl wirtschaftlich tragfähig als auch ökologisch wertvoll ist. Dort, im Landkreis Haßberge, wurden gezielt Naturschutzmaßnahmen umgesetzt, wie beispielsweise breitere Modulabstände und Wildtierkorridore. Das Monitoring belegt: Die Population der gefährdeten Feldlerche hat sich deutlich erholt. Solche Ergebnisse unterstreichen den Anspruch der EGIS eG, die Energiewende regional und naturverträglich zu gestalten.
Die EGIS eG gehe ferner regelmäßig in den direkten Dialog mit Mitgliedern und den Menschen vor Ort. Pascal Lang: „Für uns als Genossenschaft ist der Dialog mit der Öffentlichkeit ein fester Bestandteil unserer Arbeit. Der persönliche Austausch hilft uns, Vorhaben praxisnah umzusetzen und besser auf die lokalen Bedürfnisse abzustimmen.“ Zudem betreibt die Energiegenossenschaft gezielt Informationsarbeit zu aktuellen Themen der Energiebranche wie etwa Strompreisbildung, Netzengpässen und Marktmechanismen. „Wer die Zusammenhänge kennt, kann Entwicklungen realistisch einschätzen und aktiv mitgestalten“, so Pascal Lang.
Auch in den kommenden Monaten arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der EGIS EG an zahlreichen Projekten. Die Planungen für ein ländliches Fernwärmenetz in Amerang (Landkreis Rosenheim) schreiten ebenso voran wie die Realisierung eines weiteren Netzes in Garching a.d.Alz. Energiequelle ist hier die Geothermie – erstmalig bei einem von der EGIS eG begleiteten Projekt. Neue Beteiligungen an Freiflächenanlagen sind in der Umsetzung.
Die EGIS ist eine Energiegenossenschaft mit über 2.900 Mitgliedern. Seit ihrer Gründung im Jahr 2013 hat die Genossenschaft über 35 Projekte zur Erzeugung und Verteilung Erneuerbarer Energien realisiert
Quelle: Egis | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH