PNE: Auslandsgeschäft belastet Ergebnis 2025
Foto: Suhardi / stock.adobe.comDer Wind- und Solarpark-Projektierer PNE muss wegen Problemen im Auslandsgeschäft Bereinigungen vornehmen, die das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2025 belasten. Das teilte der Vorstand der Gesellschaft aus Cuxhaven mit. Hintergrund ist, dass der Konzern im Rahmen der Vorbereitung der Jahresabschlussarbeiten verschiedene Projekte und Märkte einer Neubewertung unterzogen hat. Aufgrund wesentlich veränderten Marktbedingungen, vor allem in den internationalen Märkten Kanada, Spanien und Rumänien, habe das Unternehmen eine Bereinigung der Projektpipeline vorgenommen.
Bilanziell führt das zu Wertberichtigungen in zweistelliger Millionenhöhe. Der PNE-Konzern erwartet nach vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 nunmehr ein Konzern-EBITDA zwischen 45 Millionen (Mio.) und 60 Mio. Euro. Bereinigt um die jetzt zu erwartenden Wertberichtigungen würde das Konzern-EBITDA 2025 zwischen 70 Mio. und 80 Mio. Euro betragen. Bei der zuletzt publizierten Prognose ging der Vorstand noch von einem Konzern-EBITDA von 70 Mio. bis 110 Mio. Euro aus. EBITDA steht für das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern.
Die Wertberichtigungen hätten keine Auswirkung auf die Liquidität der PNE AG. Aus Sicht des Vorstands seien mit den jetzt anstehenden Wertberichtigungen alle erkennbaren Risiken für die Bewertung der Projektpipeline berücksichtigt.
Trotz Wertberichtigungen profitabel
„Trotz dieser Wertberichtigungen hat die PNE AG ein operativ sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 hinter sich – das zeigt das bereinigte Ergebnis“, sagt Heiko Wuttke, CEO der PNE AG. „Wir waren in unserem Kerngeschäft profitabel. Wir konnten in einem herausfordernden Marktumfeld zahlreiche Projekt- und Projektrechtsverkäufe abschließen und auch unser Eigenbetriebsportfolio weiter deutlich ausbauen. Durch die Wertberichtigungen erfolgt eine Bereinigung unserer Projektpipeline, und das verbessert unser Risikoprofil und dennoch erzielen wir eines der besten Ergebnisse in der Geschichte der PNE AG.“
Im Geschäftsjahr 2025 habe die PNE AG Projekte mit einer Gesamtleistung von rund 428 MW in Deutschland und in den internationalen Märkten verkauft. Auch der Bestand an Windparks im Eigenbetrieb sei von rund 429 MW Ende 2024 auf rund 497 MW Ende 2025 gestiegen. Dazu kamen in den ersten neun Monaten 2025 Genehmigungen für Windenergie- und PV-Projekte mit einer Leistung von insgesamt 510 MW.
„Die Bereinigung der Pipeline ist ein wichtiger Bestandteil unserer strategischen Fokussierung auf ertragreiche Märkte und Projekte. Wir setzen damit konsequent unsere Ausrichtung fort, die mit dem Verlassen der Märkte USA, UK, Schweden und Panama einhergeht. Die Türkei und Kanada werden folgen“, ergänzt Heiko Wuttke.
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