Kiwigrid erweitert intelligente Wärmepumpensteuerung für Energiemanagement
Foto: Kiwigrid GmbHIntelligente Wärmepumpensteuerung für flexible Energiesysteme
Das Dresdner IoT-Unternehmen Kiwigrid erweitert seine Energiemanagementplattform um eine intelligente Wärmepumpensteuerung. Ziel ist es, Wärmepumpen nicht nur autonom arbeiten zu lassen, sondern sie aktiv in übergeordnete Energiemanagementstrategien einzubinden.
Wärmepumpen regeln ihren Betrieb bislang weitgehend selbst: Sie reagieren auf den Wärmebedarf im Gebäude und halten Solltemperaturen im Heiz- und Warmwassersystem. Die neue Funktion ermöglicht es externen Systemen, gezielt steuernd einzugreifen – etwa bei günstigen Stromtarifen, hoher PV-Erzeugung oder netzseitigen Vorgaben.
Steuerbare Wärmepumpen erkennen und gezielt beeinflussen
Ist eine Wärmepumpe an die Kiwigrid-Plattform angebunden, lässt sich erkennen, ob sie steuerbar ist. Unterstützt werden sowohl SG-Ready-Wärmepumpen als auch EEBUS-fähige Geräte; das Portfolio wird schrittweise erweitert.
Steuerbare Anlagen lassen sich über definierte Betriebsmodi beeinflussen. Der Regular Mode entspricht dem Standardbetrieb. Im Boost Mode arbeitet die Wärmepumpe intensiver, um Stromüberschüsse zu nutzen oder günstige Tarife auszuschöpfen. Beim Dimming gemäß §14a EnWG wird eine temporäre Leistungsreduzierung priorisiert, sobald Netzbetreiber entsprechende Signale senden.
Die Steuerung kann in Echtzeit oder zeitgesteuert erfolgen. Für Endkund:innen läuft die Optimierung vollständig im Hintergrund, ohne manuelle Eingriffe.
Grundlage für dynamische Tarife und automatisierte Optimierung
Kiwigrid arbeitet nach eigenen Angaben bereits mit Partnern, die die intelligente Wärmepumpensteuerung kurzfristig in ihre Produkte integrieren. Damit lassen sich Tarifschwankungen, PV-Erzeugung und Netzsignale automatisiert berücksichtigen.
Für Energieversorger und Plattformbetreiber entsteht so die Basis für neue dynamische Tarife. Gleichzeitig steigt der Komfort für Haushalte, da Optimierungen automatisch erfolgen und die Anlagen effizienter betrieben werden.
Beitrag zu Netzstabilität und Kostensenkung
Durch Boost- und Dimming-Funktionen können Energieflüsse besser an Markt- und Netzbedingungen angepasst werden. Lasten lassen sich gezielt verschieben, etwa indem Strombezüge um mehrere Stunden in kostengünstigere und netzdienliche Zeitfenster verlagert werden.
Das senkt Kosten für Endkund:innen ebenso wie für Tarifanbieter und unterstützt Netzbetreiber bei der Stabilisierung der Stromnetze. Mit der wachsenden Zahl steuerbarer Wärmepumpen entsteht ein Flexibilitätspotenzial, das perspektivisch zu geringeren Lastspitzen und messbaren Effizienzgewinnen führen kann.
„Mit der erweiterten Wärmepumpensteuerung stärken wir unsere Position als Plattform für intelligentes Energiemanagement“, sagt Jan Lehmann, Vice President Product Management bei Kiwigrid. Die Lösung eröffne Partnern zusätzliche Flexibilität und senke Betriebskosten.
Die Kiwigrid GmbH ist vom 10. bis 12. Februar 2026 auf der E-World | Messe Essen in Halle 5, Stand F12.
Quelle: Kiwigrid GmbH | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH