Ökostrom-Direktvermarktung: Vier Ökostromanbieter gründen HandelGrün

Die beiden Geschäftsführer halten ein dunkelgrünes Schild in der Hand mit einem hellgrünen H als Logo, darunter steht HandelGrün.Foto: Handelgrün GmbH & Co. KG
Vier Ökostromanbieter gründen HandelGrün für Ökostrom-Direktvermarktung und Flexibilitäten: Dr. Maximilian Kloess und Dr. Björn Sossong sind die beiden Geschäftsführer.
Mit HandelGrün starten vier unabhängige Ökostromanbieter eine gemeinsame Plattform für Ökostrom-Direktvermarktung und Flexibilitätsvermarktung. Das Joint Venture soll erneuerbare Erzeugung enger in den Strommarkt integrieren und neue Erlöspotenziale für Anlagenbetreiber erschließen.

Vier Gesellschafter, ein Fokus: erneuerbar

Die vier unabhängigen Ökostromanbieter aus Deutschland und Österreich – EWS Elektrizitätswerke Schönau eG, Green Planet Energy eG, naturstrom AG und oekostrom AG – haben gemeinsam die HandelGrün GmbH & Co. KG gegründet. Jede Gesellschafterin ist zu 25 Prozent am Unternehmen mit Sitz in Hamburg beteiligt.

HandelGrün vermarktet ausschließlich Ökostrom und verzichtet nach eigenen Angaben konsequent auf Verbindungen zur Fossilindustrie. Ziel ist es, Erlöse im erneuerbaren Sektor zu halten und die Unabhängigkeit der Vermarktung zu sichern. Damit positioniert sich das Unternehmen klar im Markt der Ökostrom-Direktvermarktung.

Markteintritt von HandelGrün ab 2026 geplant

Das Joint Venture hat am 1. Januar 2026 den Betrieb aufgenommen. Erster Meilenstein ist der Beginn der Ökostrom-Direktvermarktung ab dem dritten Quartal 2026. Zum Start übernimmt HandelGrün die Vermarktung von Anlagen der vier Gesellschafterinnen mit einem Volumen von rund 400 Megawatt.

In einem zweiten Schritt sollen Anlagen externer Betreiber folgen. Parallel plant das Unternehmen, haushaltsnahe Flexibilitäten wie Batteriespeicher sowie Photovoltaik-Kleinanlagen in die Vermarktung einzubeziehen. Damit erweitert HandelGrün den klassischen Fokus auf Wind-, größere Solar- und Biomasseanlagen.

Leistungen für Anlagenbetreiber

HandelGrün richtet sich an Betreiber aller Größen. Das Angebot umfasst Prognosen und Handelsoptimierung, die Vermarktung im Marktprämienmodell sowie individuelle Power Purchase Agreements (PPAs, langfristige Stromlieferverträge) inklusive Herkunftsnachweisen. Zudem sichert der Vermarkter gegen Ausgleichsenergierisiken ab.

Geschäftsführer Dr. Björn Sossong betont, dass die Direktvermarktung Erneuerbare unmittelbar in den Strommarkt integriert und Erlöse über Kurz- und Langfristhandel optimiert. Auch der Handel mit Flexibilitäten soll fester Bestandteil werden. Laut Geschäftsführer Dr. Maximilian Kloess ist dieser Baustein zentral für die Energiewende, da er die Systemintegration erneuerbarer Energien verbessert und zusätzliche wirtschaftliche Potenziale hebt.

Quelle: Green Planet Energy eG / naturstrom AG | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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