EnBW und Enercity: größter Gateway-Wechsel bei Smart-Metern

Sieben junge Männer im legeren Business-Outfit im Büroumfeld.Foto: Enercity /Jannis Bach
Die Projektteams für Smart-Meter von EnBW und Enercity.
Die EnBW übernimmt die Administration der Smart-Meter im Netz von Enercity. So werden PV-Anlagen, Wärmepumpen und Wallboxen in der Region Hannover steuerbar.

Die Enercity Netz und die EnBW Utility Services haben den mengenmäßig größten Wechsel eines Gateway‑Administrators (GWA) für intelligente Stromzähler (Smart-Meter) in Deutschland vollzogen. Wie beide Unternehmen mitteilten, geht es um den Wechsel von fast 21.000 intelligenten Messsystemen und mehr als 13.000 Smart‑Meter‑Gateways im Netzgebiet der Enercity Netz zu EnBW Utility Services. Der hannoversche Netz- und Messstellenbetreiber hat damit den Wechsel zu einem neuen Dienstleister und zeitgleich einem neuen System vollzogen.

Der GWA-Wechsel erfolge parallel zum laufenden Smart‑Meter‑Rollout in Hannover und Region. „Gerade deshalb sind wir stolz darauf, die Migration in einer achtwöchigen Freeze‑Phase realisiert und mit einer Verlustquote von nur zwei Prozent abgeschlossen zu haben,“ sagt Stefanie Krüger, Bereichsleitung Meter2Cash bei enercity netz. Das sei deutlich besser als der Branchenschnitt. Dieser liege für vergleichbare Projekte bei Freeze-Phasen von vier bis acht Monaten acht bis zehn Prozent.

Ab sofort erbringe EnBW Utility Services sämtliche zentrale Dienstleistungen rund um die Administration und den Betrieb der Smart-Meter-Gateways. Das beinhaltet unter anderem die sichere Übertragung von Messdaten, die die Smart Meter erfassen. Diese bildeten somit die Grundlage für dynamische Stromtarife und eine flexible Netzsteuerung.

Neue Gateways ermöglichen steuerbaren Verbrauch mit PV

Der System- und Anbieterwechsel ermögliche Enercity Netz zudem ein zentrales, automatisiertes Störungsmanagement und weitere Funktionen zur intelligenten Weiterentwicklung ihrer Netze. „Ohne die sichere und zuverlässige Administration von Smart-Meter-Gateways nützt der schnellste Smart-Meter-Rollout nichts”, sagt Krüger. Die EnBW sei einer der größten Anbieter von Gateway-Administrationsdienstleistungen.

„Eine leistungsfähige Gateway-Administration ist der Kern jeder Smart-Energy-Infrastruktur“, sagt Steffen Reitz, Bereichsleitung Dienstleistungen Netze BW bei EnBW. „Die reibungslose Migration einer so großen Menge an Smart Metern markiert den erfolgreichen Auftakt unserer Zusammenarbeit – gemeinsam gehen wir nun die nächsten Schritte, etwa für die Administration von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen.

Steuerbare Verbrauchseinrichtungen, sogenannte Controllable Local Systems (CLS), sind beispielsweise Wärmepumpen, PV-Anlagen oder Wallboxen. Künftig übernehmen CLS-Management-Systeme deren Administration und gezielte Einbindung, um Lastspitzen im Netz zu reduzieren und Kund:innen perspektivisch weitere Smart-Energy-Anwendungen zu eröffnen.

Quelle: Enercity / EnBW | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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