Photovoltaik: Neuer Modulwechselrichter von Atmoce
Grafik: Atmoce Atmoce erweitert seine Mikrowechselrichter der MI-Serie um einen 2-in-1-Modulwechselrichter. Dieser hat eine Leistung von bis zu 1.200 Watt pro Gerät und ermöglicht so den Anschluss von zwei PV-Modulen an einen Modulwechselrichter. Das soll laut Hersteller die Anzahl von Komponenten, den Verkabelungsaufwand sowie potenzielle Fehlerstellen in PV-Anlagen reduzieren. Die DC-Systemspannung bleibt dabei unter 60 Volt und sorgt für hohe Sicherheit auf dem Dach. Die Überwachung und Optimierung auf Solarmodul-Ebene soll erhalten bleiben, was laut Atmoce ein Vorteil gegenüber herkömmlichen Stringwechselrichtern darstellt.
Systemarchitektur mit weniger Komponenten
Im Unterschied zu klassischen 1-in-1-Modulwechselrichtern halbiert der 2-in-1-Ansatz die Anzahl der benötigten Geräte pro PV-Feld. Für Installations- und Servicebetriebe soll dies eine geringere Komplexität bei Montage, Prüfung und Wartung sowie eine übersichtlichere Anlagenstruktur der Photovoltaik-Anlage bedeuten.
Durch eine Parallelschaltung optimiert der MPPT beide Photovoltaik-Module unabhängig voneinander. Verschattungen, unterschiedliche Solarmodul-Neigungen oder Ausrichtungen werden dadurch für jedes Solarpanel individuell berücksichtigt. Das soll eine flexible Installation erlauben und insbesondere bei komplexen Dachflächen zu höheren Jahreserträgen beitragen.
Der neue 2-in-1-Modulwechselrichter kann innerhalb einer Photovoltaik-Anlage mit 1-in-1-Modulwechselrichtern kombiniert werden. Somit soll die Systemauslegung an unterschiedliche Projektanforderungen anpassbar sein.
Den neuen 2-in-1-Modulwechselrichter gibt es mit Nennleistungen von 800 bis 1.200 Watt. Er erreicht einen maximalen Wirkungsgrad von 98,2 Prozent. Die MPPT-Effizienz liegt bei 99,9 Prozent. Die hohe Leistungsdichte soll eine kompakte Bauform bei einem Gewicht von 2,1 kg pro Gerät ermöglichen. Dadurch kann man den Mikrowechselrichter wie gewohnt direkt hinter der Solarmodul-Ebene am Montagesystem anbringen.
Elektrische Sicherheit durch Niederspannungskonzept
Ein zentrales Merkmal der MI-Serie ist laut Hersteller das durchgängige Niederspannungskonzept. Der 2-in-1-Modulwechselrichter arbeitet mit einer DC-Systemspannung von unter 60 Volt. Dadurch ist ein inhärent sicherer Betrieb ohne Lichtbogenrisiko möglich. Die geringe Spannung vereinfacht zudem sicherheitsrelevante Arbeiten im Feld, etwa bei Wartung oder Fehlersuche.
Das Gehäuse aus Polymermaterial reduziert die Wärmeentwicklung und ist korrosionsfrei ausgelegt. Eine zusätzliche Schutzerdung ist nicht erforderlich. Die MI-Serie erfüllt laut Hersteller die einschlägigen europäischen und deutschen Normen, darunter IEC 62109 sowie die relevanten VDE-Vorgaben wie die VDE DIN AR-N 4105 für den Netzanschluss. Die Geräte verfügen über die Schutzklasse IP67 und sind für einen breiten Temperaturbereich ausgelegt.
Neuer Mikrowechselrichter von Atmoce skalierbar
Die neue Mikrowechselrichtervariante ist sowohl für private Wohngebäude als auch für gewerbliche und industrielle Anwendungen vorgesehen. Die MI-Serie unterstützt ein- und dreiphasige Systeme, ist mit allen gängigen PV-Modulen kompatibel und lässt sich laut Hersteller bis in den Megawattbereich skalieren.
Der neue Wechselrichter ist laut Atmoce ab dem zweiten Quartal 2026 lieferbar.
Quelle: Atmoce | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH