Verivox: Preise für Balkonkraftwerke 2026 ein Drittel niedriger als 2021

Balkonkraftwerke an einem Mehrfamilienhaus, die Preise sind von 2021 bis 2026 um rund ein Drittel gefallen.Foto: Maryana / stock.adobe.com
Für den Ertrag der Solarmodule einer Stecker-PV-Anlage sind Standort und Ausrichtung ausschlaggebend.
Das Vergleichsportal Verivox hat die Preisentwicklung von Balkonkraftwerken in den vergangenen fünf Jahren untersucht. Obwohl die Stecker-Solargeräte heute 800 statt 600 Watt leisten, sind die Preise um rund ein Drittel gefallen.

Laut einer Analyse des Vergleichsportals Verivox sind die Preise für Balkonkraftwerke in den vergangenen fünf Jahren um rund ein Drittel gefallen. Gleichzeitig liefern die Stecker-Solaranlagen heute mehr Leistung und können sich bereits nach drei bis fünf Jahren amortisieren.

Ein Balkonkraftwerk mit einer Leistung von 600 Watt kostete im Jahr 2021 laut den Daten von Verivox zwischen 600 und 1.200 Euro. Aktuell kosten Mini-Solaranlagen mit einer Leistung von 800 Watt hingegen nur noch 400 bis 800 Euro. „Dank der Massenproduktion von Mini-Solaranlagen sind deren Anschaffungskosten in den vergangenen Jahren stark gesunken. Hinzu kommt, dass die Geräte mittlerweile mit einer Leistung von 800 statt 600 Watt betrieben werden dürfen. Die Lieferung von steckerfertigen Balkonkraftwerken, die ohne Hilfe von Handwerkern direkt in Betrieb genommen werden können, ist heute Standard. All diese Faktoren machen die Anschaffung einer Mini-Solaranlage rentabler und einfacher“, sagt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox zur Preisentwicklung bei Balkonkraftwerken.

Amortisationszeit für Balkonkraftwerke bei drei bis fünf Jahren

Ein Balkonkraftwerk mit einer Leistung von 800 Watt kann laut Verivox unter idealen Bedingungen jährlich rund 760 Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugen. Kann der Haushalt davon 60 Prozent selbst verbrauchen, ergibt sich bei einem durchschnittlichen Strompreis von 32,8 Cent pro kWh eine Ersparnis von rund 150 Euro pro Jahr. In dieser Beispielrechnung haben sich die Anschaffungskosten nach drei bis fünf Jahren amortisiert. Läuft die Stecker-Solaranlage 20 Jahre lang, spart der Haushalt rund 3.000 Euro Stromkosten ein.

„Balkonkraftwerke können sich häufig auch dann rechnen, wenn die Bedingungen nicht ideal sind – etwa bei ungünstiger Ausrichtung oder wenn ein Teil des erzeugten Stroms nicht selbst genutzt wird. In solchen Fällen verlängert sich lediglich die Amortisationszeit“, so Storck.

Standort der Stecker-Solaranlage entscheidend für Ertrag

Für den Ertrag der Stecker-Solaranlage ist vor allem der Standort ausschlaggebend. Die höchste Stromausbeute erreicht man, wenn der Balkon nach Süden zeigt, die Solarmodule leicht geneigt installiert sind und es keine Verschattung gibt.

Ist der Balkon hingegen nach Norden ausgerichtet und kann man die Solarpanels nur senkrecht anbringen, liegt der Ertrag bei weniger als einem Drittel des möglichen Maximums. Doch selbst dann würden innerhalb einer typischen 20-jährigen Lebensdauer mehr Stromkosten eingespart als Balkonkraftwerke derzeit kosten.

Für die Auswertung hat Verivox den durchschnittlichen Haushaltspreis für Strom im April verwendet. Die genannten Preisspannen für Mini-Solaranlagen entsprechen den bei Verivox gelisteten Mini-Photovoltaik-Anlagen für Freiflächen, Flachdächer und den besonders leichten Steckersolar-Geräten für den Balkon.

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Quelle: Verivox | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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