The Smarter E Awards: Finalisten 2026 stehen fest

Grafik zeigt die fünf Kategorien zur Verleihung des The Smarter E Awards 2026.Grafik: Solarpromotion
In fünf Kategorien zeichnet The Smarter E 2026 herausragende Projekte rund um Photovoltaik, Speicher, Mobilität, Digitalisierung und Energiewende aus. Die Finalisten stehen nun fest.

Die Jury für die Verleihung der Smarter E Awards hat die Finalisten 2026 bekannt gegeben. Wie die Veranstalter mitteilten, sei die zentrale Herausforderung aktuell die intelligente Integration des erneuerbaren Stroms in die Energiesysteme durch Digitalisierungs- sowie Flexibilisierungslösungen und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Dazu gehöre auch, Batterie- und Energiespeicherlösungen massiv auszubauen. Für die Dekarbonisierung sei auch die Elektrifizierung im Mobilitätssektor entscheidend. Außerdem sei die Energiewende eine globale Aufgabe. Diese Gemengelage bilden die fünf Kategorien ab, in denen der The smarter E Award verliehen wird. 

PV-Module leichter, nachhaltiger, resistenter 

Ein maßgeblicher Trend bei PV-Modulen sei die signifikante Steigerung der Schattenresistenz durch innovative Zelldesigns und integrierte Bypass-Dioden. Weitere Neuentwicklungen sind ultraleichte Paneele für statisch anspruchsvolle Dächer, bifaziale vertikale Module für Gründächer, flexible Kunststoff-Solarmodule für mobile Anwendungen und Module mit verstärkter Hagelresistenz. Auch das Thema Nachhaltigkeit rücke in den Fokus, durch bleifreie Verbindungstechnologien und Module mit deutlich reduziertem CO2-Fußabdruck.

Bei Wechselrichtern gehe der Trend hin zu höheren Leistungsdichten und Spannungsklassen. Moderne String-Inverter unterstützten bereits AC-Spannungen von 1.000 V und DC-Eingänge für Systeme bis zu 2.000 V. Im Großwechselrichterbereich zielten Innovationen auf den Einsatz von höheren Spannungen ab. Zunehmend würden auch spezielle Module sowie Unterkonstruktionen für Floating-PV und Agri-PV sowie Lösungen für den Natur-und Artenschutz in PV-Parks angeboten.

Finalisten in der Kategorie Photovoltaics

  • Atmoce (Deutschland) für: MI-Series 2-in-1 Microinverter, einem Modulwechselrichter, der Energieertrag und Rentabilität maximiert 
  • Goldbeck Solar (Deutschland) für: HeliomatiX, einem System zur Automatisierung des Baus von Utility-Scale-PV-Anlagen 
  • Huawei Technologies (China) für: The 506 kW Smart String Inverter (SUN2000-506KTL) erreicht eine bemerkenswerte Nennleistung 
  • IED ELECTRONICS SOLUTIONS (Spanien) für: TRUE WIND, das eine Winddruckmessung direkt an der Trackerkonstruktion bietet 
  • LONGi Green Energy Technology (China) für: HIMO 9 Ice-shield, das Freiflächenmodul hat ein spezielles Design, um Extremwettereignissen zu begegnen  
  • MycoNest (Ungarn) für: MycoNest, ein modulares Habitat-System auf Myzelbasis zur Integration in PV-Freiflächenanlagen  
  • PVFARM (Vereinigte Staaten von Amerika) für: PVFarm, eine leistungsstarke, webbasierte Plattform zur Planung und Optimierung von Utility-Scale-PV-Anlagen  
  • SolarEdge Technologies (Israel) für: SolarEdge Nexis Inverter 3ph, ein dreiphasiger Hybridwechselrichter für den Residential-Bereich  
  • SOLYCO Solar (Deutschland) für: SOLYCO SOLon35, ein vertikales PV System für Gründächer, ermöglicht verschattungsarmen Aufbau 
  • SOLYCO Solar (Deutschland) für: SOLYCO TECC-Connect – durch den Verbindungsdraht  können Solarzellen in einem Modul ohne Einsatz von Silber, Blei oder Bismut verschaltet werden 

Aktuelle Trends in der Speichertechnologie 

Im Bereich Batteriespeicher gehe der Trend hin zu Skalierung und Systemintegration auf allen Anwendungsebenen. In Großanlagen haben die Zellen immer größere Formate, die höhere Energiedichten und Speicherkapazitäten ermöglichen. Ein weiterer Fokus lieet auf modularen und stapelbaren Systemen, insbesondere im Bereich von 10 bis 100 kWh für große Privathaushalte und kleine Unternehmen. Neue und gebrauchte Module innerhalb eines Stapels lassen sich nun auch kombinieren.

Im kleinsten Maßstab integrieren Balkon-PV-Anlagen nun mehrere kWh Speicherkapazität mit einer erweiterbaren Wechselstromleistung von über 800 W. Zusätzliche Funktionen wie die Lichtbogenerkennung werden ebenfalls in immer mehr Systeme integriert. KI-gesteuertes Energiemanagement und Sicherheitssteuerung stehen bei allen Systemgrößen weiterhin im Fokus. Neben LFP-Batterien sind nun auch Natrium-Ionen-Batterieprodukte verfügbar.

Finalisten in der Kategorie Energy Storage

  • CRRC Zhuzhou Institute (China) für: High-Voltage Cascade System, Mittelspannungs-Wechselstrom (10 bis 35 kV) wird direkt aus dem Batteriecontainer erzeugt  
  • International Power Supply (Bulgarien) für: EXERON CheckMate, ein modular aufgebautes System für Großanlagen 
  • minimum Energy (Deutschland) für: minimum energy, eine Cloud-basierte Plattform für Gewerbe- und Industriekunden 
  • Ore Energy (Niederlande) für: Ore Heritage, eine Batterieeinheit auf Eisen-Luft-Basis 
  • PHENOGY (Schweiz) für: PHENOGY 1 Series – PHENOGY 1.0 and PHENOGY 1.1 – Container auf Natrium-Ionen-Basis  
  • POWEROAK (Niederlande) für: Pioneer Na, die erste tragbare Stromversorgung auf Natrium-Ionen-Basis 
  • Sigenergy Technology (China) für: Sigen Neo, ein Heimspeichersystem mit sechs stapelbaren Modulen 
  • Sungrow Power Supply (China) für: Sungrow Utility-Scale BESS PowerTitan 3.0, ein Batterie-Energiespeichersystem für Großanlagen 
  • TrinaStorage (China) für: Trina Storage Elementa 3 Platform, eine Energiespeicherlösung im Großmaßstab 
  • volytica diagnostics (Deutschland) für: AvEn (Available Energy) – Deterministic BESS Dispatch KPI, verringert die Unsicherheit hinsichtlich der verfügbaren Energiemengen für den Energiehandel und Netzdienstleistungen 

Produkte und Lösungen für die Elektromobilität

Zahlreiche Einreichungen im Bereich Elektromobilität spiegelten die Weiterentwicklungen im Bereich der HPC-Ladeinfrastruktur wider. Siliziumkarbid-Halbleiter gehörten mittlerweile zum Standard. Auch die Leistungsdichte der eingesetzten Leistungsmodule nehme weiter  zu und der Bereich des Megawattladens entwickele sich weiter. Das Angebot von Ladelösungen mit mehr als 1.000 kW Peak-Leistung steige. Zudem seien beim bidirektionalen Laden erste Systeme auf dem Weg zur Serienreife.

Die Finalisten in der Kategorie E-Mobility

  • Amperfied (Deutschland) für: Amperfied Uptime+, ein innovatives Charging-as-a-Service-Modell
  • Fraunhofer IVI (Deutschland) für: Underbody Charging System, eine innovative Ladelösung für Depot-, Logistik- und Kommunalfahrzeuge
  • HagerEnergy (Deutschland) für: Bidirectional wallbox edsn, Elektrofahrzeuge werden als Energiespeicher in die Gebäudeversorgung integriert
  • Hive Power (Schweiz) für: FLEXO, eine SaaS-Plattform, die gesteuertes Laden zum wirtschaftlich nutzbaren Flexibilitätsprodukt macht
  • LEM International (Schweiz) für: DCES series, eine neue Generation von DC-Energiezählern für Schnelllade- und Megawatt-Ladesysteme
  • OPES Solar Mobility (Deutschland) für: OSM 60/875 MPPT, ein DC/DC-Wandler
  • Peblar (Niederlande) für: Peblar Dual, eine Wallbox mit zwei Typ-2-Ladepunkten
  • Pleevi (Belgien) für: Pleevi Smart Scheduling Engine, optimiert Ladevorgänge mittels KI
  • Tritium Power Solutions (Großbritannien) für: TRI-FLEX, ein verteiltes Schnellladesystem mit integriertem Batteriespeicher (BESS)
  • Vector Informatik (Deutschland) für: Smart Charging Connector – ermöglicht bis zu 100 m lange Ladekabel für das Laden von Lkw und Bussen. 

Digitale Integration als Schlüsselaufgabe

Die Finalisten in der Kategorie “Smart Integrated Energy” markieren einen Paradigmenwechsel: Hardware-Specs treten in den Hintergrund und Softwarearchitekturen werden zum primären Werttreiber. Auf Consumer- und C&I-Ebene dominieren Ansätze, bei denen integrierte Energy Management Systeme (EMS) nicht mehr nur isoliert den Eigenverbrauch maximieren, sondern verschiedene Erlösströme (Peak Shaving, Day-Ahead-Trading, dynamische Tarife) bündeln. Parallel dazu antworten Start-ups auf dem Makro-Level auf das chronische Daten-Vakuum im Verteilnetz. Durch den Einsatz von Graph Neural Networks und KI-gestützter Satellitenbildanalyse (Grid Data Intelligence) entstehen in Echtzeit Netzkapazitätsmodelle, die den “Blindflug” der Netzbetreiber und Projektierer beenden.

Die Finalisten in der Kategorie Smart Integrated Energy

  • Blindleister (Deutschland) für: Grid Data Intelligence (GDI) – die Plattform bündelt Lastflüsse, Redispatch-Daten, Netzkapazitäten und Informationen
  • coneva (Deutschland) für: coneva Flex – ein modulares Energie Management System (EMS) für den C&I-Sektor, das auf eine umfassende Behind-the-Meter-Optimierung setzt
  • FENECON (Deutschland) für: Commercial 100, Hybridwechselrichter und Energie Management System werden zu einer integrierten C&I-Lösung kombiniert
  • Jiangsu Linyang Energy Storage Technology (China) für: AI-Driven PV-Storage Microgrid Plattform
  • Lumera Energy (Deutschland) für: Lumera OS, eine durchgängige Softwareplattform für Planung, Simulation und Betrieb von C&I-Batteriespeichern
  • Meins Consulting (Spanien) für: CSET (Compact Substation), eine modular-kompakte Hochspannungsstation (bis 132/145 KV)
  • Simpl.energy (Niederlande) für: Zympler, ein modernes Energiemanagementsystem, das PV-Anlagen, Batterien, Ladestationen für Elektrofahrzeuge, Generatoren und industrielle Verbraucher integriert
  • Stem (Deutschland) für: PowerTrack Energy Management System (EMS), das schnelles Failover bietet
  • The Mobility House Energy (Deutschland) für: TMHE Multi-Utility / Multi-OEM Vehicle-Grid-Integration (VGI) Plattform, verbindet Elektrofahrzeuge, bidirektionale Ladegeräte, Energieversorger und Energiemärkte in einem Software-Ökosystem
  • Zendure (Vereinigte Staaten von Amerika) für: SolarFlow 2400 Pro, ein hochintegriertes Heimspeichersystem für den Residential-Markt 

Die Energiewende weltweit

In der Kategorie Outstanding Projects zeigt sich durch die Finalisten exemplarisch, dass überall auf der Welt die Energiewende eine wichtige Aufgabe ist. Die Bandbreite reicht von der Produktion von grünem Wasserstoff über Speicherprojekte, um eine lückenlose Versorgung mit grünem Strom zu gewährleisten, bis hin zur Nutzung von öffentlichen Einrichtungen zur Solarstromerzeugung und Projekten, die Kühlenergie für Lebensmittel bereitstellen. 

Die Finalisten in der Kategorie Outstanding Projects

  • Arevon Energy (Vereinigte Staaten von Amerika) für: Eland Solar-plus-Storage; die kombinierte PV- und Speicheranlage deckt etwa 7 Prozent des Strombedarfs von Los Angeles.  
  • Fluence (Vereinigte Staaten von Amerika) für: DTEK – Fluence Energy Storage Portfolio in der Ukraine: an sechs Standorten wurden innerhalb von sechs Monaten Energiespeicher installiert
  • IBC SOLAR (Deutschland) für: First Agri-PV Farm mit Solar Trackern – Solarpark Veringenstadt, erzeugt jährlich rund 11 GWh Strom   
  • PowereX (Slowakei) für: From Backup to Value: AI Telecom Virtual Power Plant, in der Slowakei wird die Notstrom-Infrastruktur der Telekommunikation durch KI zu einem virtuellen Kraftwerk vernetzt  
  • Schoonschip (Niederlande) für: Schoonschip VPP, eine Energiegemeinschaft aus 30 schwimmenden Häusern in Amsterdam betreibt ein intelligentes, netzgebundenes Mikronetz  
  • SMA Altenso (Deutschland) für: Africa’s First Integrated Green Hydrogen Plant, die erste integrierte Anlage zur netzunabhängigen, solarbetriebenen Produktion von grünem Wasserstoff ist in Namibia realisiert   
  • SMA Solar Technology (Deutschland) für: 100% Solar Powered EV-Charging-Station, für Elektrofahrzeuge aufGran Canaria  
  • Solarpro Technology (Bulgarien) für: mit Tenevo 238 MWp PV + 760 MWh BESS Renewable Energy Complex, Kombination einer PV-Anlage mit einem Batteriespeichersystem   
  • suena (Deutschland) für: Hybrid Battery Operation for Urban Energy Flexibility, stationärer Batteriespeicher im Hamburger Busdepot Alsterdorf 
  • Sungrow Hydrogen (China) für: Daye Hydrogen Energy Mining Project,  eine Elektrolyse-Anlage mit  Wasserstoffspeicherung in einer umfunktionierten Kaverne in China  

Quelle: The Smarter E | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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