E-Auto-Förderung 2026: BAFA-Antagsportal freigeschaltet

Das Bild zeigt Geldscheine in einem grünen Topf vor weißem Hintergrund, die E-Auto-Förderung 2026 der BAFA als Fördertopf mit insgesamt drei Milliarden Euro.Foto: Tatjana Balzer / stock.adobe.com
Drei Milliarden Euro stehen für die E-Auto-Förderung 2026–2029 bereit – verteilt nach Einkommen, Familiengröße und Fahrzeugtyp.
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat heute das Förderportal für das neue staatliche E-Auto-Programm in Betrieb genommen. Antragsberechtigte Privatpersonen können ab sofort Zuschüsse zwischen 1.500 und 6.000 Euro beantragen – vorausgesetzt, das Fahrzeug wurde ab dem 1. Januar 2026 neu zugelassen und bestimmte Einkommensgrenzen werden eingehalten.

Förderbedingungen und Fahrzeugtypen

Förderfähig sind rein batterieelektrische Fahrzeuge (BEV), bestimmte Plug-in-Hybride (PHEV) sowie Elektrofahrzeuge mit Reichweitenverlängerer (Range Extender). Die Förderung gilt sowohl für den Kauf als auch für das Leasing von Neuwagen und die Förderhöhe richtet sich nach drei Kriterien: Fahrzeugtyp, Haushaltseinkommen und Familiengröße.

Das Programm ist rückwirkend für Neuzulassungen ab dem 1. Januar 2026 ausgelegt. Für Fahrzeuge, die in diesem Zeitraum bereits zugelassen wurden, kann der Antrag jetzt nachgereicht werden. Insgesamt stehen für das Programm drei Milliarden Euro bereit; das Bundesumweltministerium (BMUKN) rechnet damit, rund 800.000 Fahrzeuge im Zeitraum von 2026 bis 2029 fördern zu können.

Digitales Antragsverfahren über BundID

Die Antragstellung erfolgt vollständig digital über das Portal der Förderzentrale Deutschland. Voraussetzung ist eine BundID, die entweder mit dem elektronischen Personalausweis (eID) oder einem ELSTER-Zertifikat eingerichtet werden kann. Zur Prüfung der Fahrzeugdaten greift das System automatisiert auf das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zu.

Folgende Dokumente müssen im Portal hochgeladen werden:

  • Aktueller Einkommensteuerbescheid (alle Antragstellenden)
  • Kindergeldnachweis (bei Familien mit Kindern)
  • EU-Konformitätsbescheinigung (nur bei Plug-in-Hybriden)

Marktkontext E-Autos

Laut Pressemitteilung wurden zwischen Januar und April 2026 rund 224.000 reine Elektrofahrzeuge in Deutschland neu zugelassen. Dies entspricht einem Anteil von 23,6 Prozent an allen Neuzulassungen in diesem Zeitraum. Die neue Förderung setzt nach dem Auslaufen des Umweltbonus Ende 2023 und dem Wegfall der PHEV-Förderung erstmals wieder ein einkommensbasiertes Instrument ein, das explizit auch Kleinwagensegmente adressieren soll.

Kerstin Andreae, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung Bundesverband Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW), sagt dazu: „Es ist richtig, dass die Bundesregierung Menschen und Familien mit kleinen und mittleren Einkommen beim Kauf eines E-Fahrzeugs unterstützt. Zum Jahresbeginn fuhren bereits mehr als zwei Millionen reine E-Pkw auf Deutschlands Straßen – sie sparen jährlich rund zwei Milliarden Liter Benzin ein und leisten damit einen entscheidenden Beitrag für Klimaschutz und Resilienz.”

Weiterführende Links

Quelle: BMUKN / BAFA / BDEW | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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