Solarpark für Eigenverbrauch von Logistikcenter von Edeka Nord

Edeka-Energiemanager Steve Tobien und Christoph Graf (technischer Leiter bei PV² Energie) stehen im Solarpark von Edeka Nord in Valluhn.Foto: Ann-Kathrin Brannath
Edeka-Energiemanager Steve Tobien (links) und Christoph Graf (technischer Leiter bei PV² Energie) im Solarpark Valluhn.
In Valluhn in Mecklenburg-Vorpommern hat Edeka Nord einen Solarpark für den Eigenverbrauch des dortigen Logistikcenters gebaut. Für den Anschluss des Solarparks musste man ein Mittelspannungskabel zum Anschlusspunkt im Edeka-Mittelspannungsring verlegen, das unter die Autobahn A24 führt.

Edeka Nord hat für sein Logistikcenter in Valluhn in Mecklenburg-Vorpommern einen Solarpark in Betrieb genommen. Es handelt sich mit 14,5 Hektar Fläche und 19 Megawatt Leistung um eine der größten Photovoltaik-Anlagen für den Eigenverbrauch in Deutschland. Die PV² Energie GmbH aus Goch im Rheinland war an der Verwirklichung des Großprojekts maßgeblich beteiligt. Schon beim Neubau des Logistikcenters in Malchow in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2024 hat PV² Energie eine Solaranlage für Edeka Nord gebaut. Das Projekt war zwar wesentlich kleiner als das in Valluhn, aber aufgrund der reibungslosen Kooperation hat Edeka Nord PV² Energie zur Ausschreibung für den großen Solarpark eingeladen.

„Während ein reiner Dienstleister eine Aufgabe abarbeitet, denkt ein starker Partner strategisch mit und übernimmt Verantwortung für das gemeinsame Ziel. PV² Energie hat uns als starker Partner überzeugt“, erklärt Steve Tobien, Teamleiter und Energiemanager für Energie- und Gebäudetechnik bei Edeka Nord.

Beschaffung und Lagerung von Solarmodulen sind große Herausforderung

„Eine große Herausforderung bei PV-Projekten sind die volatilen Preise und Lieferketten für Module. Um uns einen wirtschaftlichen Vorteil zu sichern, sollten die Solarmodule zu einem günstigen Zeitpunkt weit im Voraus beschafft werden“, sagt Tobien. Das sei PV² Energie auch gelungen. Allerdings folgte daraus die nächste Herausforderung: Wo lagert man mehr als 31.000 hochwertige Module sicher, bis die Bauphase beginnt? Auch dieses Problem hat PV² Energie pragmatisch gelöst. „In enger Zusammenarbeit zwischen PV², uns und angrenzenden Firmen am Standort konnte schnell ein geeigneter, gesicherter Zwischenlagerplatz gefunden werden.“

Technisch anspruchsvoll war die Integration des PV-Parks in den Edeka-Mittelspannungsring, der sich ebenfalls im Aufbau befand. Das beinhaltete den Aufbau eines komplexen Lichtwellenleiter-Kommunikationsrings inklusive eines spezifischen Regel- und Schutzkonzepts. Das erforderte eine präzise Abstimmung. Eine große bauliche Herausforderung bildete auch die Trassenführung. „Die Mittelspannungskabel mussten vom PV-Park zu unserem Anschlusspunkt im Mittelspannungsring verlegt werden, wobei eine Autobahn gekreuzt werden musste“, so Tobien. Die Lösung: PV² Energie setzte auf ein spezielles Spülbohrverfahren, um die Kabel sicher und ohne Störung des Verkehrs unter der Autobahn hindurchzuführen.

Ausrichtung auf Photovoltaik-Eigenverbrauch soll Planungssicherheit schaffen

„Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Projekts liegt in der konsequenten Ausrichtung auf Eigenverbrauch“, erläutert Christoph Graf, technischer Leiter bei PV² Energie. Das geht, weil Logistik- und Verarbeitungsstandorte über einen konstanten Energiebedarf verfügen. Das heißt für dieses Projekt: Der Solarpark erzeugt jährlich rund 17,5 Millionen Kilowattstunden Photovoltaik-Strom und senkt den externen Energiebedarf des Logistikcenters deutlich. „Gerade in einem Energieumfeld, das von starken Preisschwankungen und sich verändernden regulatorischen Rahmenbedingungen geprägt ist, sind Investitions- und Planungssicherheit zentrale Entscheidungsfaktoren“, so Graf. PV² Energie schaffe diese Sicherheit durch einen strukturierten und langfristig ausgelegten Ansatz – technisch, wirtschaftlich und vertraglich. „Ob Eigeninvestition, Contracting oder hybride Modelle. Wir entwickeln gemeinsam mit unseren Kunden die passende Finanzierungs- und Betreibervariante. Klare Vertragsstrukturen, definierte Garantien und nachvollziehbare Meilensteine sorgen für Planungssicherheit über die gesamte Laufzeit“, so Graf.

Auf dieser Grundlage baue PV² Energie langfristige Partnerschaften mit Kunden auf. „Wiederkehrende Projekte mit starken Partnern ermöglichen eine vorausschauende Ressourcen- und Kapazitätsplanung. Prozesse können standardisiert, die Beschaffung optimiert und Teams gezielt aufgebaut werden. Dadurch entstehen Skaleneffekte, die sowohl wirtschaftlich als auch organisatorisch von Vorteil sind“, sagt Graf. Solche Partnerschaften sollen es PV² Energie ermöglichen, sich vom reinen Projektanbieter hin zu einem langfristigen Energiepartner zu entwickeln.

Quelle: PV² Energie | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Schließen