Fraunhofer IWU: Neuer Prüfstand für Elektrolyseur-Komponenten aus der Industrie

Elektrotechnischer Scharnk zur Prüfung von Elektrolyseur-Komponenten im Labor.Foto: Fraunhofer IWU
Der neue Prüfstand für Elektrolyseure HyVentus
Am Fraunhofer IWU in Chemnitz steht der Industrie ein modularer Elektrolyseur-Stack zu Verfügung. Dort kann sie Komponenten wie Membranen und Dichtungen testen.

Das Fraunhofer Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU hat einen neuen Prüfstand zum Test von Komponenten von Elektrolyseuren eröffnet. Die Technologieplattform des modularen Elektrolyseur-Stacks trägt den Namen HyVentus und richtet sich an die Bedürfnisse der Industrie. Sie ist Teil des 2025 in Betrieb genommenen Wasserstoff-Prüflabors am Institutsstandort in Chemnitz.

Mit dem HyVentus-Stack verfolge das Fraunhofer IWU einen konsequent kooperativen Ansatz, teilte es mit. Industriepartner können eigene Komponenten wie Membranen oder Dichtungen einbringen. Diese würden entweder durch das IWU in den Stack integriert oder der Stack werde als offene Plattform bereitgestellt. So können Partner ihre Komponenten selbst verbauen und dann im Prüflabor testen oder testen lassen.

Das Ergebnis sei eine flexible Technologieplattform, die Entwicklungszyklen verkürze und Vergleichbarkeit schaffe. Damit adressiere das IWU einen zentralen Bedarf der Branche. Das sei die Möglichkeit, Komponenten nicht isoliert, sondern unter realen Betriebsbedingungen im Gesamtsystem zu validieren.

Wasserstoff-Prüflabor für alle Fragen der Industrie

Das Wasserstoff-Prüflabor des Fraunhofer IWU entwickele sich als Ganzes zunehmend zu einem One‑Stop‑Shop für Industrie und Forschung. Beispielsweise ermöglicht ein 80‑kW-Brennstoffzellen-Prüfstand die umfassende Charakterisierung von Brennstoffzellensystemen und Komponenten hinsichtlich Leistung, Haltbarkeit und Zuverlässigkeit unter realistischen Betriebsbedingungen. Ferner existiere ein Elektrolyseur-Testsystem. Dazu zähle ein 1-kW-Elektrolyseur-Prüfstand insbesondere zur Charakterisierung von Einzelkomponenten.

Unternehmen profitierten von:

  • durchgängiger Unterstützung entlang des Entwicklungsprozesses – von Material- und Komponentenprüfung bis zur Systemvalidierung;
  • Prüfung nach internationalen Normen und individuellen Anforderungen;
  • flexiblen Prüfprogrammen für unterschiedliche Entwicklungsstände und Zielmärkte;
  • belastbaren Daten für Zulassung, Zertifizierung und Markteintritt.

Solche integrierten Angebote ermöglichen es Unternehmen, wirtschaftliche Risiken zu reduzieren, Entwicklungszeiten zu verkürzen und die Markteinführung neuer Technologien zu beschleunigen.

Als Teil der Referenzfabrik.H2 sei das Prüflabor ferner eng in ein Netzwerk aus Industrie und Forschung eingebunden. Dieses konzentriere sich dabei auf die industrielle Skalierung von Elektrolyseuren und Brennstoffzellen konzentriert. Ziel sei es, Fertigungsprozesse in Richtung Serienproduktion zu optimieren und Kosten zu senken.

Das Fraunhofer IWU will seine Testinfrastruktur weiter ausbauen. Ziel ist es, künftig eine große Bandbreite von Leistungsklassen sowie komplexe Betriebs- und Umgebungsbedingungen abzubilden.

Quelle: Fraunhofer IWU | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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