FRV sichert 2,3 GW Netzanschlusskapazität für Solar- und Batteriespeicherprojekte
Foto: Fotowatio Renewable Ventures (FRV)Netzanschlusskapazität als Engpassfaktor
Der Zugang zu Netzanschlüssen gilt zunehmend als Engpass für die Entwicklung großer Solar- und Speicherprojekte in Deutschland. Die von FRV gesicherten Netzanschlüsse verteilen sich unter anderem auf Brandenburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Das Portfolio umfasst Batteriespeicher, Photovoltaikanlagen sowie Hybridprojekte, die beide Technologien kombinieren. Laut Unternehmen sollen die Vorhaben zusätzliche Flexibilität für das Stromsystem bereitstellen und zum Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung beitragen.
Die Batteriespeicher sind für Entladezeiten von zwei beziehungsweise vier Stunden ausgelegt. Sie sollen Stromüberschüsse aus Zeiten hoher erneuerbarer Erzeugung aufnehmen und bei höherem Bedarf wieder ins Netz einspeisen.
Schwerpunktprojekte in Brandenburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen
In Brandenburg entwickelt FRV derzeit vier Projekte, darunter drei Batteriespeicher und ein Hybridprojekt. Dazu gehört ein Batteriespeicher mit einer Leistung von 750 MW, der sich nach Unternehmensangaben in einem fortgeschrittenen Genehmigungsverfahren befindet. Die Baureife der Projekte wird zwischen 2026 und 2028 erwartet.
In Niedersachsen umfasst das Portfolio fünf Projekte mit einer geplanten Gesamtleistung von knapp 700 MW. Geplant sind ein Batteriespeicher, eine Photovoltaikanlage sowie drei Hybridprojekte. Zu den Vorhaben zählen ein Batteriespeicher mit 600 MW Leistung im Bebauungsplanverfahren sowie eine Photovoltaikanlage mit 13,8 MW. Die Projekte sollen zwischen dem vierten Quartal 2026 und dem ersten Quartal 2028 baureif werden.
In Nordrhein-Westfalen entwickelt FRV nach eigenen Angaben drei weitere Projekte mit einer geplanten Gesamtleistung von mehr als 900 MW. Das Portfolio besteht aus zwei Hybridprojekten und einem Batteriespeicher. Zu den größten Vorhaben zählt ein Batteriespeicher mit 900 MW Leistung und einer Speicherkapazität von 3.600 MWh. Die Baureife wird zwischen Ende 2027 und dem ersten Quartal 2029 erwartet. Die Umsetzung steht unter dem Vorbehalt der erforderlichen Genehmigungen.
Weitere Projekte in Planung
Über die bereits gesicherten 2,3 GW Netzanschlusskapazität hinaus entwickelt FRV weitere Projekte in Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Diese befinden sich nach Angaben des Unternehmens in unterschiedlichen Planungs- und Genehmigungsphasen.
Netzanschlusskapazität wird zum Wettbewerbsfaktor
Die Sicherung von Netzanschlusskapazitäten gewinnt im deutschen Markt für erneuerbare Energien und Großspeicher zunehmend an Bedeutung. Da verfügbare Netzanschlüsse vielerorts knapp sind, kann ein früh gesicherter Netzzugang die Realisierungschancen von Solar- und Speicherprojekten deutlich verbessern. Der Ausbau großer Batteriespeicher gilt zudem als wichtiger Baustein für die Integration wachsender Anteile erneuerbarer Energien in das Stromsystem.
Quelle: Fotowatio Renewable Ventures (FRV) | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH