Green Planet Energy setzt weiter auf Biomethan
Foto: Green Planet EnergyDeutschlands größte Energiegenossenschaft Green Planet Energy baut die regionale Versorgung seiner Kunden mit Biomethan aus. Jüngstes Vorhaben betrifft einen Landwirtschaftsbetrieb in Morschen (Hessen), der bisher Biogas für die Stromerzeugung gewinnt. Künftig soll das Gas zu Biomethan aufbereitet und in das öffentliche Gasnetz eingespeist werden. Für die Umsetzung des Gesamtprojekts ist Green Planet Projects verantwortlich, eine Tochtergesellschaft von Green Planet Energy. Die Biogasaufbereitungsanlage realisiert das Unternehmen AgriKomp.
Für die Biomethanerzeugung kommen vor allem Kleegras, Zwischenfrüchte, Stroh, Zuckerrübenreste und Mist zum Einsatz. Die Anlage nutze damit überwiegend landwirtschaftliche Reststoffe und Substrate, die nicht in Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion stehen. Gleichzeitig unterstütze der Anbau von Kleegras und Zwischenfrüchten vielfältigere Fruchtfolgen und eine nachhaltigere Bewirtschaftung der Flächen.
„Biogas ist nur dann ökologisch sinnvoll, wenn auch die eingesetzte Biomasse nachhaltig ist. In Morschen setzen wir deshalb auf Reststoffe und ökologisch sinnvolle Substrate. Die neue Anlage hilft uns, den erneuerbaren Anteil unseres Gasangebots noch weiter zu erhöhen, um unseren hohen Qualitätsansprüchen gerecht werden zu können“, sagt Nils Müller, Vorstand von Green Planet Energy.
Green Planet Energy: 100 Prozent grüne Gase bis 2027
Bereits heute bestehe der Gasmix von Green Planet Energy zu 75 Prozent aus erneuerbaren Gasen. Bis 2027 soll dieser Anteil auf 100 Prozent steigen. Das Biomethan aus Morschen soll künftig zu dieser vollständig erneuerbaren Gasversorgung beitragen. Die Gasprodukte von Green Planet Energy tragen das Grünes Gas-Label des Grüner Strom Label e. V.. Es ist das einzige Ökogas-Label in Deutschland, das von führenden Umwelt- und Verbraucherverbänden getragen wird. Die zugrunde liegenden Kriterien schreiben auch vor, dass für jede verkaufte Kilowattstunde 0,2 Cent in die Förderung von Energiewendeprojekten fließen.
Die neue Anlage soll jährlich rund 15 Gigawattstunden Biomethan erzeugen. Über das öffentliche Gasnetz lasse sich das erneuerbare Gas flexibel verteilen und sowohl für die Wärmeversorgung als auch zur bedarfsgerechten Stromerzeugung einsetzen.
Den Strombedarf des Standorts decke künftig eine Agri-Photovoltaikanlage einer lokalen Energiegenossenschaft. Ergänzend stehe das bestehende Blockheizkraftwerk weiterhin für die Stromversorgung zur Verfügung.
„Das Projekt zeigt, wie Landwirtschaft und Energiewende vor Ort zusammenwirken können. Durch die lokale Erzeugung von erneuerbarer Energie entsteht zusätzliche Wertschöpfung in der Region“, sagt Ottmar Pfaffenbach vom Lindenhof in Morschen.
Quelle: Green Planet Energy | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH