Sonnenfinsternis am 12. August reduziert deutsche PV-Einspeisung um höchstens zwei Prozent

Der Mond verdeckt Teile der Sonne: eine partielle Sonnenfinsternis. Diese senkt die Photovoltaik-Leistung.Foto: jctabb / stock.adobe.com
Eine partielle Sonnenfinsternis hat Einfluß auf die PV-Stromerzeugung.
Die PV-Einspeisung wird bei der Sonnenfinsternis am 12.8.2026 höchstens um 2 Gigawatt geringer ausfallen als bei unverdecktem Gestirn. Die Übertragungsnetzbetreiber sehen größere Einbußen bei der Sonnenfinsternis 2027 voraus.

Die partielle Sonnenfinsternis über Deutschland am 12. August 2026 wird einen nur geringen Einfluß auf die Stromversorgung in Deutschland haben. Das erklärten die vier Übertragungsnetzbetreiber vorab. Die Einspeisung von Photovoltaikstrom wird sich maximal um weniger als zwei Prozent reduzieren.

Am kommenden Mittwoch ab etwa 19 Uhr wird sich der Mond vor einen Teil der Sonne schieben. Das Sonnenlicht wird dann vorübergehend reduziert sein. Die Abdunkelung werde aber nicht so stark ausfallen wie bei einer totalen Finsternis.

Die Sonnenfinsternis führe dazu, dass die Einspeisung aus Photovoltaikanlagen etwas früher abnimmt als an einem gewöhnlichen Sommerabend. Je nach Wetterbedingungen falle dieser Effekt unterschiedlich stark aus. Bei wolkenlosem Himmel verringere sich die Photovoltaik-Einspeisung nach Prognosen der Übertragungsnetzbetreiber um bis zu zwei Gigawatt (GW) – bei einer insgesamt in Deutschland installierten PV-Leistung von über 110 Gigawatt. Die geringere Einspeisung werde jedoch keinen Einfluss auf die Stromversorgung am 12. August haben.

Die deutschen Übertragungsnetzbetreiber haben sich gemeinsam mit ihren europäischen Partnern frühzeitig auf die Sonnenfinsternis vorbereitet. Der Zusammenschluss der europäischen Übertragungsnetzbetreiber, ENTSO-E, habe eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um die Lage kontinuierlich zu bewerten. Dadurch ließen sich bei Bedarf kurzfristig Maßnahmen einleiten. Die Übertragungsnetzbetreiber gehen aber davon aus, dass die Sonnenfinsternis keine Auswirkungen auf die Stromversorgung haben werde.

In den Jahren 2027, 2028 und 2030 sind weitere Sonnenfinsternisse zu erwarten. Nach Prognosen der Übertragungsnetzbetreiber werde die Sonnenfinsternis am 2. August 2027 größere Auswirkungen auf die Solar-Einspeisung haben, da die Verdunkelung auf den frühen Morgen fällt. Grundsätzlich gelte aber, dass die Stromversorgung durch den Einsatz von Regelleistung auch in diesem Fall gesichert sei. Die europäischen Übertragungsnetzbetreiber würden sich auch auf dieses Ereignis bestmöglich vorbereiten.

Quelle: Amprion | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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