Marktwert vertikaler PV liegt laut Next2Sun 68 Prozent höher
Foto: Next2Sun Technology GmbHNach einer Auswertung von Next2Sun erreichten sechs vom Unternehmen überwachte Bestandsanlagen durchschnittlich einen Marktwert von 7,496 Cent je Kilowattstunde. Der von Next2Sun für denselben Zeitraum aus Daten von Netztransparenz.de berechnete Marktwert Solar lag bei 4,443 Cent je Kilowattstunde. Daraus ergibt sich nach Angaben des Unternehmens ein Vorteil von 3,053 Cent je Kilowattstunde beziehungsweise 68 Prozent.
Marktwert vertikaler PV aus sechs Bestandsanlagen
In die Auswertung flossen die Anlagen in Dirmingen, Donaueschingen-Aasen, Morscholz, Epfendorf, Krauscha und Löffingen ein. Next2Sun berechnete deren durchschnittlichen Marktwert anhand der im eigenen Monitoring erfassten Erzeugungsdaten und der viertelstündlichen Spotmarktpreise.
Auch den Marktwert Solar von 4,443 Cent je Kilowattstunde ermittelte das Unternehmen selbst. Dafür verknüpfte Next2Sun die Spotmarktpreise mit der Online-Hochrechnung der tatsächlichen Solarstromerzeugung von Netztransparenz.de. Die daraus für abgeschlossene Monate berechneten Werte habe das Unternehmen mit den veröffentlichten Monatsmarktwerten der Übertragungsnetzbetreiber abgeglichen.
Nach Angaben von Next2Sun erreichen vertikale bifaziale Anlagen bei vergleichbarem Stromertrag einen größeren Teil ihrer Erzeugung in den Morgen- und Abendstunden. Konventionelle, nach Süden ausgerichtete Freiflächenanlagen produzieren dagegen verstärkt zur Mittagszeit. Das zeitlich verschobene Erzeugungsprofil kann deshalb die Erlöse in Stunden mit geringerer Solarstromeinspeisung erhöhen.
Next2Sun plant 50 MW Projektvolumen für 2026
Next2Sun erwartet im Jahr 2026 die Auslieferung von Anlagen mit insgesamt rund 50 MW. Etwa 90 Prozent dieses Projektvolumens sollen in Deutschland realisiert werden. Nach aktuellem Stand will das Unternehmen davon noch 30 MW im laufenden Jahr in Betrieb nehmen.
Für 2027 rechnet Next2Sun mit einem Projektvolumen von mehr als 70 MW. Mittelfristig strebt das Unternehmen jährlich dreistellige Megawattvolumina an.
Aktienemission soll Wachstum finanzieren
Zur Finanzierung eigener Solarprojekte und der weiteren Skalierung des Geschäfts startet Next2Sun eine Aktienemission mit einem Volumen von bis zu fünf Millionen Euro. Bestehende Aktionärinnen und Aktionäre können die neuen Aktien bis zum 4. September 2026 im Rahmen ihres Bezugsrechts erwerben. Anschließend soll die Zeichnung bis zum 30. September auch weiteren Interessierten offenstehen.
Die Auswertung weist darauf hin, dass ein zeitlich verschobenes Erzeugungsprofil die Vermarktungserlöse von Photovoltaikanlagen verbessern kann. Eine allgemeingültige Aussage über den Marktwert vertikaler Photovoltaik lässt sich aus den sechs von Next2Sun überwachten Anlagen jedoch nicht ableiten.
Quelle: Next2Sun Technology GmbH | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH