Synhelion plant Anlage für synthetische Kraftstoffe in Hürth

Visualisierung einer Kraftstoff-Industrieanlage.Quelle: Synhelion
Visualisierung der geplanten Kraftstoffanlage in Hürth
Der Produzent erneuerbarer synthetischer Kraftstoffe, Synhelion, will in Deutschland nach Jülich auch in Hürth eine kommerzielle Anlage bauen. Damit soll der wachsende Bedarf im EU-Kraftstoffsektor bedient werden.

Die Schweizer Synhelion will in Deutschland mit Partnern eine weitere kommerzielle Anlage zur Produktion erneuerbarer synthetischer Treibstoffe realisieren. Dazu hat das Unternehmen die Saipem, ein Anbieter von Ingenieur- und Bauleistungen für den Energie- und Infrastruktursektor, mit den Planungsarbeiten beauftragt. Wie Synhelion mitteilte, soll die Anlage an einem RWE-Standort in Hürth-Knappsack RED-konforme erneuerbare Treibstoffe produzieren

Saipem soll zunächst die Pre-FEED-Arbeiten durchführen. Das Pre-FEED konkretisiere die technischen und wirtschaftlichen Grundlagen des Projekts für die anschliessende FEED-Phase. Diese bilde wiederum die Basis für die finale Investitionsentscheidung.

Produktion von 30.000 Tonnen pro Jahr

Die Anlage soll ferner jährlich 30’000 Tonnen erneuerbare synthetische Treibstoffe produzieren, wobei der Schwerpunkt auf synthetischem Kerosin (SAF) liegt. Daneben sollen synthetischer Diesel und synthetisches Benzin für die Schifffahrt und den Strassenverkehr hergestellt werden. Das Projekt ergänzt Synhelions Portfolio kommerzieller Treibstoffanlagen, zu dem auch die geplante Erweiterung in Jülich gehört.

Der etablierte Industriestandort in Hürth biete gute Voraussetzungen für eine zügige und kosteneffiziente Projektentwicklung, da bestehende Pipelines und Versorgungssysteme genutzt werden können. “Um erneuerbare Treibstoffe wirtschaftlich wettbewerbsfähig zu machen, müssen wir unsere Technologie weiter skalieren. Die gemeinsamen Pre-FEED-Arbeiten sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung und schaffen die technische Grundlage für eine unserer kommerziellen Anlagen. Mit Saipem und RWE haben wir starke Partner für diese Skalierungsphase an unserer Seite”, sagt Philipp Furler, Co-CEO und Mitgründer von Synhelion.

Das Projekt trage dazu bei, die wachsende Nachfrage nach erneuerbaren synthetischen Treibstoffen zu decken, die regulatorische Vorgaben wie die ReFuelEU Aviation fordern. Die EU-Initiative schreibe seit 2025 steigende SAF-Beimischungsquoten vor.

Quelle: Synhelion | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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