Enercity baut zwei Batteriespeicher im Raum Hannover
Foto: Enercity AG / PhilippSonnackEnergieversorger Enercity baut seine Aktivitäten mit Batteriespeichern aus und errichtet neue Anlagen an zwei Standorten im Raum Hannover. Wie das Unternehmen mitteilte, entsteht zum einen im Stadtteil Misburg ein Stand-Alone-Speicher. Zum anderen werde der Energiepark Lehrte-Ahlten expandieren: von 40 Megawatt (MW) Leistung und einer Kapazität von 80 Megawattstunden (MWh) auf 115 MW und 230 MWh.
„Die Energiewende braucht Flexibilität, damit erneuerbarer Strom genau dann genutzt werden kann, wenn das Energiesystem ihn benötigt. Mit zwei neuen Großbatteriespeichern in der Region Hannover investieren wir gezielt in ein modernes Energiesystem, das von dezentralen Anlagen getragen wird”, sagt Aurélie Alemany, CEO des enercity-Konzerns.
Das Speichersystem in Lehrte-Ahlten soll sowohl am Regelenergiemarkt als auch am Spotmarkt zum Einsatz kommen. Am Regelenergiemarkt helfen Batteriespeicher dabei, die Netzfrequenz stabil zu halten. Sie können innerhalb von Millisekunden Strom aufnehmen oder abgeben und so kurzfristige Schwankungen im Stromnetz ausgleichen.
Über den Spotmarkt könne der Batteriespeicher Strom aufnehmen, wenn das Angebot hoch und die Preise niedrig seien, und ihn zu einem späteren Zeitpunkt wieder bereitstellen. Da Batteriespeicher mehrfach täglich geladen und entladen werden können, zählen sie zu den flexibelsten Anlagen im Energiesystem. Die gemeinsame Nutzung des Standorts ermögliche zudem, bestehende Netzanschlüsse und Infrastruktur effizient auszulasten.
Der Speicher in Hannover-Misburg sei – anders als der Energiepark Lehrte-Ahlten – nicht unmittelbar mit einer erneuerbaren Erzeugungsanlage an einem Netzeinspeisepunkt gekoppelt. Der ‚Zwei-Stunden-Speicher‘ verfüge über eine nutzbare Kapazität von 40 MWh und eine Leistung von 20 MW. Er nehme Energie in Zeiten hoher Verfügbarkeit auf und speise diese in Zeiten hoher Nachfrage wieder ins Netz ein. Darüber hinaus stelle er auch Regelleistung bereit.
Auf etwa 2.000 Quadratmetern kommen elf Batteriecontainer zum Einsatz, die insgesamt 45.760 Lithium-Eisenphosphat-Zellen enthalten. Die Inbetriebnahme ist für Ende dieses Jahres geplant. Ab 2027 sollen jährlich rund 21.900 MWh Strom durch den Speicher fließen.
Quelle: Enercity | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH