Ökostromsiegel OK Power wird zu EnergieVision

Widnpark in blühendem Rapsfeld unter blauem Himmel.Foto: dp Studio / stock-adobe.com
Noch einem Vierteljahrhundert im Ökostrom-Markt ändert das Gütesiegel OK Power seinen Namen in EnergieVision. Auch der Kriterienkatalog zur Zertifizierung wird modernisiert.

Das Ökostromsiegel OK Power ändert seinen Namen. Wie der Trägerverein mitteilte, trete er wie das Siegel künftig unter der Marke „EnergieVision“ auf. Mit dem Markenwechsel entwickele der Verein zugleich die Zertifizierungskriterien weiter und passe diese an veränderte Rahmenbedingungen an.

Ökostrom biete eine vergleichsweise niedrigschwellige Möglichkeit, die Bereitschaft zur Energiewende beizutragen, in konkretes Handeln zu übersetzen. Umso wichtiger sei es, nachvollziehen zu können, wenn ein Stromanbieter mit seinen Produkten Anreize zum Ausbau erneuerbarer Energien setzt.

Weiterhin erhielten Anbieter, die ihre gesamte Absatzmenge an Tarifkunden zertifizieren lassen, die „Plus-Auszeichnung“, nun unter dem Namen „EnergieVision-plus – Das Ökostromsiegel“. Weitergeführt werde auch der nicht-kommerzielle Ökostromvergleich des EnergieVision e. V., künftig unter dem Namen „EnergieVision Tarifportal“. Es liste ausschließlich EnergieVision-zertifizierte Ökostromtarife und ermögliche einen Vergleich frei von Werbung und Provisionszahlungen.

Das Siegel trage ferner auch den gestiegenen Anforderungen an Transparenz und Nachweisbarkeit Rechnung. Eine Rolle spiele dabei die jüngst in Kraft getretene Novelle des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG). Die neuen Vorgaben stärkten den Verbraucherschutz bei Umweltaussagen und stellten höhere Anforderungen an Nachhaltigkeitssiegel.

Kriterienkatalog geschärft und verschlankt

Viele der Vorgaben erfülle der Verein bereits. So seien die Zertifizierungskriterien und Prüfverfahren des Gütesiegels öffentlich dokumentiert. Unabhängige externe Gutachter überprüften die Einhaltung der Kriterien. Ferner lege ein “unabhängiger Kriterienbeirat” wesentliche Änderungen an den Kriterien fest.

Dennoch führe die aktuelle Gesetzesänderung dazu, einzelne Kriterien und Prozesse zu schärfen. So würden künftig ausschließlich Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt, deren Erfüllung zum Zeitpunkt der Zertifizierung nachweisbar sei. Dies betreffe insbesondere das bisherige Kriterium zur Förderung innovativer Projekte. Dieses werde zunächst ausgesetzt.

Die Überarbeitung gehe ferner über die regulatorisch notwendigen Anpassungen hinaus. EnergieVision nutze sie, um die Kriterienstruktur zu harmonisieren und die Anwendung zu vereinfachen. Das Ergebnis sei ein deutlich schlankerer Kriterienkatalog.

Das Siegel OK Power war seit 2000 am Markt.

Quelle: EnergieVision | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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