Ladesonne: E-Fahrzeuge dynamisch mit Solarstrom beladen

Ladestation für Solarstrom neben parkenden E-Fahrzeuegn.Foto: Ladesonne
An der A7 zwischen Hannover und Hamburg können E-Fahrzeuge Solarstrom laden.
Das Unternehmen Ladesonne bietet an einem Autohof an der A7 in Niedersachsen an, das E-Auto mit Solarstrom zu beladen. Der Preis richtet sich nach dem Sonnenangebot.

Am Autohof Schwarmstedt im niedersächsischen Buchholz (Aller) können Fahrende von E-Fahrzeugen die Batterie mit Solarstrom laden, dessen Preis dynamisch dem Solarangebot folgt. Wie Betreiber Ladesonne mitteilte, stammt der Strom von einer Freiflächensolaranlage mit einer Spitzenleistung von 4,6 Megawatt (MWp) – rund 300 Meter vom Ladepark entfernt. Der Autohof liege direkt an der A7 zwischen Hannover und Hamburg.

Der Ladetarif sei an die Solarerzeugung gekoppelt. Liefere der Solarpark genug Strom, zahlten Kundinnen und Kunden 29 Cent pro Kilowattstunde. Stehe keine Eigenerzeugung zur Verfügung, orientiere sich der Preis dynamisch am Spotmarkt. Flössen beide Quellen gleichzeitig, errechne sich ein anteiliger Mischpreis. Tagsüber liege der Preis damit deutlich unter dem, was an Autobahn-Schnellladern üblich sei. Eine Preistafel zeige bei der Einfahrt den aktuellen Ladepreis.

Die ersten Betriebsmonate bestätigen laut Ladesonne das Konzept. An den Ladesäulen stammten seit April über 70 Prozent der Energie direkt aus dem Solarpark. Auch an bewölkten Tagen lasse sich dort tagsüber fast immer Solarstrom laden.

Höhere Erlöse für THG-Quote

Grundlage für den dynamischen Tarif sei ein eichrechtskonformes Mess- und Abrechnungskonzept. Es schlüssele die Strommengen viertelstündlich nach Solar- und Netzstrom auf. Weil Erzeugung und Ladepunkte hinter demselben Netzverknüpfungspunkt liegen, lasse sich der direkt geladene Solarstrom zudem bei der THG-Quote als erneuerbarer Strom anrechnen. Das bringe deutlich höhere Quotenerlöse als Netzstrom. Den restlichen Bedarf decke Netzstrom über einen Stromliefervertrag. Solarstrom-Überschüsse würden ins Netz eingespeist und über einen Direktvermarkter verkauft.

Ladesonne betreibe Ladeinfrastruktur und entwickele Solarparks. So könne das Unternehmen die technischen und regulatorischen Fragen eines gemeinsamen Netzverknüpfungspunkts, des komplexen Messkonzepts und der Abrechnung von Solar- und Netzstrom aus einer Hand lösen.

Ladesonne sieht Schwarmstedt als übertragbares Modell: für bestehende Ladeparks ohne eigene Erzeugung ebenso wie für neue Standorte, die von Beginn an mit Solarpark geplant würden. Das Unternehmen biete Ladeparkbetreibern auch langfristige Stromlieferverträge (PPA) an.

Quelle: Ladesonne | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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