Rabot Energy: Virtuelles Kraftwerk aus Heimspeichern
Foto: Rabot EnergyStromanbieter Rabot Energy will Batteriespeicher in privaten Haushalten zu einem virtuellen Kraftwerk zusammenzuschließen. “Speicher laden, wenn erneuerbarer Strom im Überfluss da ist, und entladen, wenn er knapp wird”, teilte das Unternehmen mit. “Jede so verschobene Kilowattstunde muss in der Spitzenstunde nicht aus einem Gaskraftwerk kommen, und erneuerbare Erzeugung muss seltener abgeregelt werden.”
Mit Rabot Flow habe das Unternehmen im Juni 2026 eine integrierte Lösung aus dynamischem Stromtarif, Smart Meter und Batteriespeicher eingeführt. Damit ließen sich die Energiekosten eines durchschnittlichen Haushalts um 15 Prozent senken. Der Anschluss sei an jeder normalen Steckdose möglich. Eine eigene PV-Anlage brauche es dafür nicht, eine Mietwohnung genügt.
So möchte Rabot aus Millionen einzelner Haushalte eine dezentrale Energieinfrastruktur entstehen lassen. Jeder Haushalt werde damit vom reinen Verbraucher zum Teil des Systems und verdiene an seiner eigenen Flexibilität mit. „Die nächste Kraftwerksgeneration wird nicht gebaut, sie wird zusammengeschaltet”, sagt Jan Rabe, CEO von Rabot Energy. “In Millionen Haushalten liegt ein riesiges, bislang ungenutztes Potenzial: Energie nicht nur zu verbrauchen, sondern sie intelligent in das Gesamtsystem einzubinden.”
Umsetzen will Rabot die Pläne mit Hilfe einer “Series B”-Finanzierung über 50 Millionen Euro. Neuer Lead-Investor sei dabei Endeit gemeinsam mit dem DeepTech & Climate Fonds (DTCF). Von den Bestandsinvestoren hätten sich unter anderem HV Capital, High-Tech Gründerfonds (HTGF), Bosch Ventures, CNI, Acurio Ventures und vent.io beteiligt. Das Kapital soll ebenfalls dazu dienen, die Kundenzahl von aktuell 200.000 auf eine Million zu erhöhen.
Quelle: Rabot Energy | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH