Solarstrom für UN-Flüchtlingslager in Jordanien

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Belectric war vor Jordanien bereits in der Region im Nachbarstaat Israel aktiv. Hier das Kraftwerk Ne’ Ot Semadar in Israel mit 8 MWp. Foto: Belectric

In Jordanien wurde die größte Solaranlage, die je in einem Flüchtlingslager gebaut wurde, in Betrieb genommen. Sie versorgt 80.000 syrische Flüchtlinge, die im Flüchtlingscamp Za’atari in Jordanien leben, mit sauberer und dringend benötigter zusätzlicher Energie.

Die PV-Anlage mit einer installierten Kapazität von 12,9 MWp wurde von Belectric Gulf, einem Joint Venture aus Algihaz Holding and Belectric Solar & Battery GmbH, im Auftrag der jordanischen und der deutschen Regierung errichtet, die die Anlage durch die KfW Entwicklungsbank finanziert hat.

Strom stellt eine wichtige Lebensgrundlage für die Bewohner des Lagers dar – von der Beleuchtung der Unterkünfte über die Konservierung von Lebensmitteln bis hin zur Sicherstellung angemessener hygienischer Bedingungen.

Aufgrund der hohen Kosten für die Energieversorgung des UN-Flüchtlingslagers wurde Strom bisher rationiert. Doch dank der neuen Solaranlage werden die Unterkünfte der Flüchtlinge statt bisher acht Stunden nun bis zu 14 Stunden täglich mit Strom versorgt. Zudem ermöglicht die Solaranlage jedes Jahr hohe Kosteneinsparungen. UNHCR – die Flüchtlingsorganisation der UN – rechnet mit Einsparungen von etwa 5,5 Millionen US-Dollar, die in lebensnotwenige humanitäre Unterstützung investiert werden sollen.

„Wir sind sehr stolz, dass wir dazu beitragen konnten, die schwierige Lebenssituation so vieler Flüchtlinge in der jordanischen Wüste ein wenig zu verbessern,“ erklärt Martin Zembsch, Geschäftsführer (CCO) der Belectric Solar & Battery GmbH. „Dies ist die erste PV-Anlage, die wir für ein Flüchtlingslager errichtet haben, aber es wird nicht die letzte sein. Erst kürzlich haben wir den Auftrag erhalten, eine weitere PV-Anlage mit 46 MW Leistung in der Nähe der jordanischen Hauptstadt Amman zu errichten. Diese Anlage soll verschiedene Flüchtlingslager in Jordanien mit Strom versorgen.“

Die PV-Anlage am Rand des UN-Lagers Za’atari besteht aus 40.000 Solarmodulen. Diese sind in Reihen von mehreren Hundert Metern Länge auf einer Fläche errichtet worden die in etwa der Größe von 33 Fußballfeldern entspricht. Mit der Energie, die von der neuen Anlage erzeugt wird, werden die Unterkünfte der Flüchtlinge mit Strom versorgt. Dabei soll sichergestellt werden, dass vor allem die Bewohner des Lagers von der Anlage profitieren. Die Solaranlage ist jedoch auch an das nationale Stromnetz von Jordanien angeschlossen. Ungenutzte Energie wird ins Netzwerk eingespeist, um die lokale Bevölkerung mit Strom zu versorgen und das Land im Hinblick auf die Erreichung seiner Ziele für erneuerbare Energien zu unterstützen.

 

02.01.2018 | Quelle: Belectric | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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