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Waiblingen ist Energie-Kommune des Monats

Beim Blick von oben zeigt Waiblingen, welche große Rolle die Energiewende in der baden-württembergischen Stadt spielt. Foto: Stadt Waiblingen

Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hat die Stadt Waiblingen unter anderem wegen einer Solar-Baupflicht als Energie-Kommune des Monats ausgezeichnet.

Eindrucksvoll und mit viel Elan zeigt Waiblingen, dass die Energiewende auch auf innerstädtischen Flächen machbar ist. Der Stadtentwicklungsplan sieht vor, bis zum Jahr 2030 die CO2-Emissionen gegenüber 2005 um 50 Prozent zu verringern. Zur Umsetzung dessen Plans wurde bereits im Jahr 2006 eine Solaraufbaupflicht eingeführt, die auch der Gemeinderat von Anfang an mitgetragen hat. So ergab sich die Chance, für Neubaugebiete mindestens 50 Prozent der geeigneten Dachflächen mit Solaranlagen auszustatten. Die Stadt Waiblingen ist in der Regel Eigentümer der Baugrundstücke, weshalb eine Aufbaupflicht im jeweiligen Bebauungsplan sowie eine privat-rechtliche Verpflichtung für die Bauherren verankert werden können. Der Startschuss für die Erneuerbaren fällt in Waiblingen schon mit dem Bebauungsplan.

Seit 2006 sind in elf Wohngebieten und neun Gewerbegebieten weit über 550 Solaranlagen auf den Dächern installiert worden. In der Stadt Waiblingen hat sich auch dadurch die erneuerbare Stromerzeugung von 430 Megawattstunden im Jahr 2006 auf 8860 Megawattstunden im Jahr 2018 erhöht. Die Solaraufbaupflicht gilt aber nicht nur beim Neubau: Auch bei der Sanierung von städtischen Dächern fördert die Stadt den Aufbau von Solaranla-gen auch verwaltungsintern. 32 städtische Dächer sind bereits mit Solaranlagen belegt. Dazu zählen unter anderem Schulen und Kindertagesstätten, Turnhallen und das Rathaus. Insgesamt erzeugen die Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden so eine Leistung von knapp 1000 Kilowatt. Auch die Bürgerinnen und Bürger sind beteiligt und haben in die Bürgersolarstromanlage auf dem Rathaus investiert.

Durch die Solaraufbaupflicht hat Waiblingen einen rechtsgültigen Rahmen für die Energiewende und den flexiblen Ausbau von Erneuerbaren Energien geschaffen. Engagement beweist die Energie-Kommune des Monats März darüber hinaus auch beim Thema Wärme. Sie nutzt Holzhackschnitzel-Anlagen, Solarthermie und anfallendes Klärgas des städtischen Klärwerks im Heizkraftwerk zur Wärmeversorgung. Zusätzlich dazu treibt die Stadt derzeit die Realisierung von zwei klimaneutralen Baugebieten voran. „Die Etablierung von Klimaschutzmaßnahmen – insbesondere auch des Ausbaus der Erneuerbaren Energien – in innovativen Projekten im Strom- und Wärmebereich in Waiblingen ist in der Kommunalpolitik verankert und macht den Klimaschutz und Waiblingen zu Gewinnern“, betont der Oberbürgermeister Andreas Hesky.

„Die Kreisstadt leistet trotz ihrer geringen Fläche einen erheblichen Beitrag zur dezentralen Energiewende“, erklärt Nils Boenigk, stellvertretender Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE).

 

Ein ausführliches Online-Portrait der Energie-Kommune Waiblingen findet sich auf kommunal-erneuerbar.de

28.3.2019 | Quelle: AEE | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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