EU ProSun: „Panikmache von AFASE“ muss aufhören; europäische Industrieinitiative wirft Herstellern und Importeuren chinesischer Photovoltaik-Module massive Täuschung vor

Milan Nitzschke: „China hat mit seiner Dumpingstrategie bereits 80 Prozent Marktanteil im Solarmarkt erreicht und strebt an, die letzten 20 Prozent auch noch zu bekommen“
Milan Nitzschke: „China hat mit seiner Dumpingstrategie bereits 80 Prozent Marktanteil im Solarmarkt erreicht und strebt an, die letzten 20 Prozent auch noch zu bekommen“

Mit schwerwiegenden Vorwürfen wenden sich die in der Industrieinitiative EU ProSun (Brüssel) zusammengeschlossenen europäischen und deutschen Photovoltaik-Hersteller gegen die Alliance for Affordable Solar Energy, (AFASE, Brüssel), eine Koalition von Solar-Unternehmen, die ebenfalls in der europäischen PV-Industrie tätig sind.

"AFASE verschreckt mit geschmacklosen Auftritten und Weltuntergangsszenarien Solar-Installateure und Kunden in ganz Europa. Das ist nicht länger hinnehmbar“, sagt Milan Nitzschke, Präsident von EU ProSun sowie Konzernsprecher und Marketingchef von SolarWorld.

 

Erste Sprecher von AFASE kamen von chinesischen Unternehmen

Seit den Lobbygruppen der großen Atomkonzerne hat keine Organisation den Solarmarkt so verunsichert wie jetzt AFASE."

AFASE sei von chinesischen Solar-Herstellern und deren Hauptimporteuren in Europa ins Leben gerufen worden. Die ersten Sprecher der Organisation kamen von den chinesischen Unternehmen Yingli, Trina und CSI, den gleichen Firmen, die zuvor schon in den USA die Lobbygruppe Coalition for Affordable Solar mitgegründet hatten, um Antidumpingzölle in den USA zu verhindern, stellt EU ProSun fest.

Insgesamt sechs der größten chinesischen Solar-Hersteller seien von AFASE ursprünglich als Unterstützer und Finanziers genannt worden. Heute sei auf der Website von Afase allerdings jeder Verweis auf die chinesischen Gründer verschwunden.

Milan Nitzschke: "Es ist schon ein starkes Stück, dass AFASE mit einem Millionenetat und teuren PR-Agenturen gegen Antidumpingmaßnahmen antritt, aber nicht ein einziges Mal Stellung zum Thema Dumping bezieht“

 

Afase entziehe sich komplett der Auseinandersetzung mit dem Dumping, das nach WTO-und EU-Recht verboten ist, betont EU ProSun.

Milan Nitzschke: "Es ist schon ein starkes Stück, dass AFASE mit einem Millionenetat und teuren PR-Agenturen gegen Antidumpingmaßnahmen antritt, aber nicht ein einziges Mal Stellung zum Thema Dumping bezieht. Dumping ist Betrug. Und Dumping ist verboten. Es schadet Industrie, Wettbewerb und freiem Handel. Und es führt langfristig zu Monopolen und Monopolpreisen. China hat mit seiner Dumpingstrategie bereits 80 Prozent Marktanteil im Solarmarkt erreicht und strebt an, die letzten 20 Prozent auch noch zu bekommen. Inzwischen haben US-Regierung und EU-Kommission eindeutig chinesisches Dumping festgestellt, doch AFASE schweigt dazu."

 

Eu ProSun: AFASE ignoriert bewusst die Erfahrungen aus den USA

Hauptziel von AFASE ist es nach eigener Aussage, Antidumpingzölle der EU gegen chinesische Solar-Pprodukte zu verhindern. Dafür sei jedes Mittel recht, so EU ProSun. Die Schreckensszenarien von AFASE gipfelten beispielsweise darin, dass bei möglichen Zöllen mehr Solar-Arbeitsplätze in der EU gefährdet sein sollen, als es in ganz Europa überhaupt gebe.

Und AFASE ignoriere bewusst die vorliegenden Erfahrungen aus den USA. Die USA haben vor einem Jahr Antidumpingzölle auf Solarzellen und PhotovoltaikMmodule aus China eingeführt. Heute gebe es dort mehr Installateursjobs als vor den Zöllen und die Zahl der neu installierten Anlagen habe ein Rekordniveau erreicht. Stellt Eu ProSun fest.

AFASE schreibe auch gezielt Handwerker an und behaupte, Antidumpingmaßnahmen würden die Preise verdoppeln. Auch hier verweist EU ProSun auf das Beispiel USA: Seit der Zollverhängung herrsche dort wieder echter Wettbewerb, die Preise würden sinken. Eine Solarstromanlage in den USA sei heute ein Drittel billiger als vor den Zöllen. „Lediglich chinesische Dumpingschnäppchen, mit denen man doppelte Margen machen konnte, gibt es dort nicht mehr“, heißt es in der Pressemitteilung.

Milan Nitzschke: "Wir erleben in Europa gerade einen deutlichen Rückgang des Solarmarktes. In dieser Zeit schürt AFASE die Ängste tausender Menschen in der Solar-Branche mit Horrorszenarien, die jeder Grundlage entbehren. Damit schaden die Verantwortlichen von AFASE allen in der Solar-Branche.

03.06.2013 | Quelle: EU ProSun | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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