Photovoltaik-Forschung: Wake Forest-Universität erhält Patent für neue Solarzelle

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Fiber Cell, Inc. hat zusammen mit der Wake Forest-Universität (beide Winston-Salem, North Carolina, USA) ein Patent vom Europäischen Patentamt für eine neue Solarzelle aus Plastikfasern bekommen, die nach Angaben der Universität doppelt so leistungsfähig wie herkömmliche Dünnschichtzellen sei, aber nur einen Bruchteil davon koste. Fiber Cell produziere derzeit die ersten großflächigen Testzellen, und ein US-Patent sei ebenfalls angemeldet.
“Wir konnten zeigen, dass wir mit einem Standard-Absorber mehr Photonen als jeder andere einfangen können”, sagte der Direktor für Nanotechnologie der Wake Forest-Universität, David Carroll. “Das ist ein großer Unterschied”.

Vorteile bei der Lichtabsorption
Die neuen Solarzellen werden aus Millionen sehr kleiner Plastikfasern hergestellt, die das Sonnenlicht selbst aus einem extremen Einfallswinkel einfangen, wie beispielsweise bei Sonnenauf- oder -untergang. Dieser Aufbau auf Basis von Plastikfasern schafft mehr Oberfläche, und die Solarzelle kann daher mehr Licht aufnehmen. Nach Angaben der Forscher kann die neue Zelle doppelt so viel Licht aufnehmen wie herkömmliche Solarzellen.

Einfache und kostengünstige Herstellung
Die Universität erklärt, die Zellen würden ähnlich hergestellt wie die Plastikdeckel von Einwegbechern. Plastikfasern würden auf eine Kunststoff-Folie aufgebracht und dann mit einem Polymer oder Farbstoff besprüht, der als photoaktive Schicht dient. Dadurch entstünden einfach zu transportierende, leichte Solarzellen. Carroll schätzt, dass die Kosten zur Entwicklung einer Produktionsanlage für Faserzellen bei nur 5 Millionen US-Dollar (rund 4 Millionen Euro) liegen. Das sei ein Viertel der Kosten für eine entsprechende Fabrik für Standard-Photovoltaikproduktion.

20.05.2010 | Quelle: Wake Forest University | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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