US-Handelsministerium beginnt Untersuchungen zur staatlichen Unterstützung der Photovoltaik-Industrie in China

Das US-Handelsministerium hat Untersuchungen zum Vorwurf der Anwendung unfairer Handelsmethoden seitens Chinas eingeleitet. Sieben Photovoltaik-Unternehmen mit Sitz in den USA hatten der chinesischen Regierung vorgeworfen, ihre heimische PV-Industrie in unangemessener Weise zu unterstützen.

Die Coalition for American Solar Manufacturing (CASM) und das anführende Unternehmen SolarWorld Industries Americas Inc. (Hillsboro, Oregon) begrüßten die Untersuchungen. Sie könnten zur Einführung von Anti-Dumping-Richtlinien und Ausgleichszöllen für Photovoltaik-Importe aus China führen.
“Wir gehen davon aus, dass die Untersuchungen des Handelsministeriums aufdecken, dass die Regierung Chinas und chinesische Photovoltaik-Hersteller illegale Methoden anwendeten, und noch immer nutzen, die unsere wichtige Industrie der erneuerbaren Energien bedrohen”, sagte Gordon Brinser, Präsident von SolarWorld Industries Americas.
“China missachtet laufend internationale und US-amerikanische Handelsgesetze und erfüllt auch nicht die Anforderungen der Welthandelsorganisation. Dazu gehört zum Beispiel, das umfangreiche Subventionsprogramm offen zu legen. Damit schadet China den Geschäftsplänen zahlloser Arbeitgeber, die von chinesischen Importen abhängig sind.

Internationale Handelskommission will am 05.12.2011 entscheiden
SolarWorld und seine Verbündeten haben auch bei der Internationalen Handelskommission (ITC) Beschwerde eingelegt.
Nun wird die ITC am 05.12.2011 beurteilen, ob chinesische Exporte der US-amerikanischen Photovoltaik-Industrie geschadet haben. Die CASM erklärt, falls die ITC ebenfalls eine Verletzung der Handelsgesetze erkenne, könne ein Beschluss frühestmöglich am 12.01.2012 gefällt werden.
Andere Akteure in der US-amerikanischen Solar-Industrie kritisierten die Beschwerde, darunter die Unternehmen MEMC Electronic Materials Inc. (St. Peters, Missouri), Recurrent Energy LLC (San Francisco, Kalifornien) und SolarCity Corporation (San Mateo, Kalifornien). Gemeinsam mit 22 weiteren Unternehmen haben sie eine Organisation gegründet, die sich gegen die Handelsbeschwerde richtet, die Coalition for Affordable Solar Energy (CASE).

11.11.2011 | Quelle: Coalition for American Solar Manufacturing | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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