Heftige Kritik an Novelle des slowakischen EEG; Regierung will Photovoltaik-Förderung weiter zurückfahren

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Das slowakische Wirtschaftsministerium hat im Parlament heftige Kritik für seine Pläne zur Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (Zákon o podpore obnoviteľných zdrojov energie) geerntet, berichtet der Wirtschaftsinformationsdienst nov-ost.info.
Grund hierfür sei in erster Linie der Plan, die Förderung für große Gas- und Dampfkraftwerke zu erhöhen. Die Novelle sieht aber auch vor, dass die Regulierungsbehörde ÚRSO die Einspeisevergütung für Strom aus erneuerbaren Energiequellen künftig pro Jahr um bis zu 20 % senken kann, während die Höchstgrenze bisher bei 10 % lag.

Photovoltaik-Förderung soll auf Anlagen bis 30 kW beschränkt werden
Damit soll flexibler auf Preisentwicklungen reagiert werden können. Beispielsweise seien die Preise für Photovoltaik-Technik innerhalb eines Jahres um 30 – 40 % gesunken. Die Regierung will nun die Photovoltaik-Förderung weiter zurückfahren. Nachdem bereits seit Anfang 2011 nur noch Solarstromanlagen mit bis zu 100 Kilowatt (kW) Leistung gefördert werden, soll diese Höchstgrenze künftig auf nur noch 30 kW sinken.

Förderung der Erneuerbaren soll sich nicht in den Strompreisen für die Endverbraucher niederschlagen
Zu den Gründen der geplanten Novellierung heißt es auch, die gesetzlichen Regelungen für die erneuerbaren Energien müssten nicht nur die Erfüllung der Verpflichtungen gegenüber der EU sicherstellen und die Interessen der Erzeuger berücksichtigen, sondern auch Spekulationen in der Stromerzeugung einschränken und verhindern, dass sich die Förderung der erneuerbaren Energien in den Strompreisen für die Endverbraucher niederschlägt.

19.12.2012 | Quelle:nov-ost.info; Foto: Parabel AG  | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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