Produktion von E-Autos verzehnfacht sich

Die Automobilindustrie steht vor dem wohl größten Umbruch seit der Erfindung der Massenfertigung durch Henry Ford: Der Elektroantrieb erobert die Automobilbranche. Foto: Mennekes
Der globale Markt für die Elektromobilität wächst außerordentlich schnell: 2018 werden voraussichtlich rund zwei Millionen Fahrzeuge produziert. Die jährlichen Wachstumsraten von 60 Prozent und die Vorhersagen der Hersteller lassen bis 2025 ein jährliches Produktionsvolumen von rund 20 Millionen E-Autos erwarten.

All diese Fahrzeuge brauchen Batterien und Brennstoffzellen. Die drängendsten Fragen zu Produktion, Recycling, Rohstoffversorgung, ganzheitlichen Energiebilanzen und der Entwicklung neuer Materialien sind Thema auf den 16. Ulmer ElektroChemischen Tagen (UECT) vom 13. bis 14. November in Ulm. Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) ist Veranstalter der Fachtagung.
Automobilindustrie steht vor Umbruch
Dieses Jahr werden wieder mehr als 300 internationale Vertreter aus Forschung und Industrie erwartet. Die Automobilindustrie steht vor dem wohl größten Umbruch seit der Erfindung der Massenfertigung durch Henry Ford: Der Elektroantrieb erobert die Branche. Damit einher gehen neue Schlüsseltechnologien wie Lithium-Ionen-Batterien und Hochleistungs-Brennstoffzellen, die derzeit in die Automobilproduktion über die gesamte Wertschöpfungskette integriert werden. Um der enormen Nachfrage gerecht zu werden, müssen in sehr kurzer Zeit neue Kompetenzen aufgebaut und große Investitionen getätigt werden.
Damit entstehen auch viele Fragen: Welche Technologien dominieren die kommenden Produktgenerationen? Können neue Produktionstechnologien Kosten reduzieren? Woher kommen die notwendigen Rohstoffe und wie sehen die Energiebilanzen über den gesamten Lebenszyklus aus? Helfen Brennstoffzellen, die E-Mobilität noch attraktiver zu machen?
Weltweit führende Experten diskutieren
Antworten auf diese und andere Fragen geben über 30 Referenten aus Industrie und Wissenschaft. Sie kommen aus Deutschland, Schweiz, Frankreich, Schweden, Kanada, USA, China, Südkorea und Japan und präsentieren auf der UECT ihre aktuellen Erkenntnisse. Die weltweit führenden Experten diskutieren alle zwei Jahre auf den UECT über aktuelle technologische Trends.
„Batterien und Brennstoffzellen sind die Technologien für die Mobilität von morgen“, sagt Prof. Dr. Werner Tillmetz, Vorsitzender der Konferenz und ZSW-Vorstandsmitglied. „Die 16. Ulmer ElektroChemischen Tage bieten wieder für Raum für intensive Gespräche mit Experten über die gesamte Bandbreite der Forschung und Entwicklung – vom Werkstoff über die Produktherstellung und den Einsatz bis hin zum Recycling.“
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