Solare Wärmenetze für die Wärmewende im Gebäudesektor

Foto: Markus Buck Fotodesign/B&O Wohnungswirtschaft
Solnet 4.0, eine vom BMWi geförderte Initiative zur Marktbereitung solarer Wärmenetze, stellt in einem aktuellen Informationsblatt Praxisbeispiele solcher Netze in der Wohnungswirtschaft vor.Die Energiewende hat im Wärmebereich noch deutlichen Nachholbedarf. Wärmenetze bieten eine gut geeignete Infrastruktur für den Ausbau grüner Wärme, insbesondere in dicht bebauten Gebieten, wo die Umstellung auf…

Solnet 4.0, eine vom BMWi geförderte Initiative zur Marktbereitung solarer Wärmenetze, stellt in einem aktuellen Informationsblatt Praxisbeispiele solcher Netze in der Wohnungswirtschaft vor.

Die Energiewende hat im Wärmebereich noch deutlichen Nachholbedarf. Wärmenetze bieten eine gut geeignete Infrastruktur für den Ausbau grüner Wärme, insbesondere in dicht bebauten Gebieten, wo die Umstellung auf Erneuerbare bei Gebäuden schnell an ihre Grenzen stößt. Es können hohe solare Deckungsgrade erreicht werden, zudem ist die Versorgung über zentrale Wärmenetze deutlich kostengünstiger im Vergleich zu dezentralen Anlagen. Doch auch wenn bereits viele Wärmenetze – unter anderem seitens der Wohnungswirtschaft – vorhanden sind, werden diese noch nicht in größerem Umfang für die Einbindung der Solarthermie genutzt.

Gleichwohl sind in den letzten zwei Jahrzehnten zahlreiche solarthermische Anlagen in Betrieb gegangen, die bis heute ihre Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit unter Beweis stellen. Diese basieren auf unterschiedlichen technologischen Konzepten, etwa der Kombination mit Speichern wie Aquiferspeichern oder der Nutzung des Fernwärmenetzes als Saisonalspeicher, wie auch verschiedenen Finanzierungs- und Vergütungsmodellen. Einige Beispiele stellt das Forschungsvorhaben Solnet 4.0 im Infoblatt „Solare Wärmenetze in der Wohnungswirtschaft“ vor.

In der Publikation betont Ingrid Vogler, Leiterin Energie und Technik beim GdW, die Bedeutung der Wärmewende für die Wohnungswirtschaft: „Entscheidend bei der Weiterentwicklung ihrer Bestände und energetischen Sanierungen sind neben dem Faktor „grüne Wärme“ dabei immer auch die Kosten pro gelieferte Kilowattstunde. Wie lässt sich beides bestmöglich verbinden? Hier besteht großes Interesse, vor allem an konkreten Praxisergebnissen.“ Das betreffe auch das Thema solare Wärmenetze, für das sie grundsätzlich viel Potenzial sieht und sich mehr branchenweite Aufmerksamkeit durch eine stärkere Kommunikation von Erfolgsbeispielen wünscht.

Das Infoblatt „Solare Wärmenetze in der Wohnungswirtschaft – Ein wichtiger Baustein für Klimaneutralität im Gebäudesektor“ ist unter diesem Link abrufbar.
 
24.9.2019 | Quelle: Solnet 4.0 | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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