Solarthermie: Branche in Österreich krisenresistent

Ein Monteur installiert auf einem Flachdach Solarthermie-Kollektoren.Foto: Austria Solar/Sonnenkraft
Die Solarthermie in Österreich floriert trotz Krise.
Die Solarthermiebranche in Österreich kommt bisher gut durch die Coronokrise. Eine Umfrage des Verbandes Austria Solar zeichnet ein positives Stimmungsbild unter Herstellern, Händlern und Zulieferern von Solarwärmeanlagen.

Die Solarthermie-Branche in Österreich zeigt sich krisenresistent. Sie habe die COVID-19-Krise bislang professionell gemeistert, teilte der Verband Austria Solar mit. Das zeigt eine Umfrage des Verbandes zu den ersten drei Wochen des Ausnahmezustandes in der Alpenrepublik. Die Umfrage betraf alle Hersteller, Händler und Zulieferer im Verband. Das Ergebnis zeigt trotz Krise ein positives Stimmungsbild der Branche.

Auftragsplus trotz Corona

„Mehr als die Hälfte der Mitglieder hat trotz der COVID-19-Krise neue Aufträge erhalten“, freut sich Roger Hackstock, Geschäftsführer des Branchenverbandes. Wie die Umfrage zeigt, wurden nur bei zwei Unternehmen Aufträge storniert, bei zwei Drittel der Befragten wurden Aufträge nach hinten verschoben. Der Auftragslage entsprechend sei es den Solarwärmeunternehmen bislang gelungen, ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu halten.

Nur in einem einzigen Betrieb seien Kündigungen ausgesprochen worden. Hingegen nutzten die restlichen Unternehmen die Möglichkeit der Kurzarbeit für die Belegschaft, vor allem im Backoffice und im Vertrieb. Nur ein Drittel der Mitglieder schickte auch Mitarbeiter in der Produktion in Kurzarbeit. Somit werde fast überall in der Zwischenzeit teilweise zu Hause gearbeitet. Die Firmen nutzten dabei Online-Tools, um mit den Mitarbeitern in Kontakt zu bleiben. Eine gute Nachricht gebe es auch von der Virus-Front: Nur in einem der befragten Unternehmen gab es einen positiven Fall von COVID-19 in der Belegschaft.

Neustart: Vorfahrt für erneuerbare Energien

Dem COVID-Krisenmanagement der Regierung stellen die Mitgliedsbetriebe im Großen und Ganzen ein gutes Zeugnis aus. „Für den kommenden Hochlauf der Wirtschaft haben sie vor allem einen Wunsch an die Regierung: Keine Hilfen für das Hochfahren von fossiler Energie!“, so Roger Hackstock. Beim Neustart der Wirtschaft müsse der Fokus auf erneuerbarer Energie liegen. Investitionen in der Gebäudesanierung und die Heizungsumstellung seien ein Konjunkturpaket, welches die Beschäftigung nach der Krise ankurbele und einen Schub für Klimaschutz auslöse. Dazu gehöre ein rascher Start der Förderaktion „Raus-aus-Öl“ und eine höhere Dotierung von Förderprogrammen für Solarwärme.

15.4.2020 | Quelle: Austria Solar| solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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