Baden-Württemberg erneuert Förderung für PV-Speicher

Portraitfoto Franz Untersteller, Minister für Umwelt und Energie in Baden-WürttembergFoto: Ministerium für Umwelt und Energie Baden-Württemberg
Minister Franz Untersteller (Bündnis 90/Die Grünen)
Das Land Baden-Württemberg hat das Förderprogramm „Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher“ erneut aufgelegt. Damit erhalten Speicher für PV-Anlagen eine Zuwendung.

Das Land Baden-Württemberg erneuert die Förderung für netzdienliche PV-Speicher. Das teilte das Umweltministerium in Stuttgart mit. Damit sei die Förderung von Batteriespeichern, die in Verbindung mit einer neuen Photovoltaik-Anlage installiert werden, wieder möglich. Insgesamt stehen in den Jahren 2021 und 2022 Fördermittel von zehn Millionen Euro zur Verfügung. Diese stammen aus dem Maßnahmenpaket der Landesregierung „Zukunftsland BW – Stärker aus der Krise“, das durch die Förderung innovativer und klimafreundlicher Technologien die Folgen der Corona-Pandemie auf die baden-württembergische Wirtschaft abmildern soll. Förderanträge zum neuaufgelegten Programm können ab dem 1. April 2021 bei der L-Bank gestellt werden.

Impuls für regionale Wirtschaft

„Mit der Neuauflage führen wir die Erfolgsgeschichte des Förderprogramms ‚Netzdienliche Photovoltaik-Speicher‘ fort. Das Programm setzt für die Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg attraktive Anreize, sich für die Energiewende zu engagieren. Zudem beschert es Unternehmen und Handwerk im ganzen Land neue Aufträge und trägt damit zur wirtschaftlichen Erholung in Baden-Württemberg bei“, sagte Minister Franz Untersteller. Das Programm leiste einen wichtigen Beitrag, erneuerbare Energien und Speicherkapazitäten im Land weiter auszubauen. Und mit der Vorgabe, die Photovoltaik-Anlage in Kombination mit dem Speicher netzdienlich zu betreiben, trage es außerdem zur Entlastung der Verteilnetze bei, so der Minister.

Bedingungen des Förderprogramms

Das Förderprogramm gewährt einen Zuschuss je Kilowattstunde (kWh) Speicherkapazität. Die Höhe des Förderbetrags hängt von der installierten Leistung der Photovoltaik-Anlage ab. Bei einem Speicher und einer Photovoltaik-Anlage mit einer Nennleistung bis zu 30 Kilowattpeak (kWp) können Antragsteller mit einem Zuschuss von 200 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität rechnen. Liegt die installierte Leistung der mit dem Speicher errichteten Photovoltaik-Anlagen darüber, erhöht sich der Zuschuss auf 300 Euro je Kilowattstunde Speicherkapazität.

Im Rahmen des Programms sind darüber hinaus noch weitere Förderungen möglich. Ist ein netzdienlicher Ladepunkt für Elektrofahrzeuge Teil des Projektes, gewähre das Land einen einmaliger Bonus in Höhe von 500 Euro. Zudem erfahren Fördervorhaben mit einer Photovoltaik-Anlage, deren installierte Leistung über 100 kWp beträgt, Unterstützung mit einem einmaligen Betrag in Höhe von 2500 Euro.

Die Förderung lasse sich darüber hinaus mit Mitteln anderer öffentlicher Förderprogramme, zum Beispiel auf Bundesebene, verknüpfen.

Umsetzung durch „vorzeitigen Maßnahmenbeginn“

Um die Vorhaben schnell umsetzen zu können und einen baldmöglichsten Anschluss der Anlagen an das Stromnetz zu ermöglichen, sieht das Programm einen „vorzeitigen Maßnahmenbeginn“ vor. Das heißt, bereits nach der Antragstellung sei die Vergabe von Aufträgen möglich und die Installation der Photovoltaik-Anlage und des Speichers. Interessenten müssen dann den Antrag spätestens bis zum 1. Juli 2021 stellen, wenn sie mit ihrer Maßnahme im Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis 31. März 2021 beginnen.

Die wichtigsten Informationen zum Förderprogramm hat das Umweltministerium in einem Flyer zusammengestellt. Genaue Informationen zu den Förderbedingungen stehen ferner in den häufig gestellten Fragen (FAQ) auf der Website sowie in der Verwaltungsvorschrift zum Förderprogramm bereit.

1.3.2021 | Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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