16 Millionen für die Digitalisierung der Wärmewende

Zu sehen ist eine symbolische Darstellung der VDE Anwendungsregeln für die Digitalisierung der Energiewende.Foto: Leo Wolfert - stock.adobe.com
Digitalisierung wird immer mehr zum Bestandteil der Energiewende.
Im April startet das Verbundprojekt Wärmewende Nordwest (WWNW). Es erhält vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine Förderung in Höhe von 16 Millionen Euro.

Weitere 3 Millionen Euro bringen die Partner aus der Wirtschaft mit. Insgesamt 21 Partnerorganisationen sind an der Wärmewende Nordwest beteiligt, deren Fokus die Digitalisierung ist. WWNW ist das erste Projekt dieser Art und Größenordnung in Deutschland speziell für die Wärmewende. Es läuft bis November 2025. Die Koordination liegt beim Oldenburger Informatikinstitut OFFIS.

Smart Meter Gateway für Sektorenkopplung nutzen

Mit dem Geld sollen die Partner Konzepte zur Digitalisierung entwickeln, um die Umsetzung von „Wärmewende- und Mehrwertanwendungen“ voranzubringen. Diese sollen auf Gebäude, Campus, Quartiere und Kommunen anwendbar sein. Ein Ziel des Projektes ist die transparente Erfassung und Optimierung von Wärmebedarfen in Gebäuden, Quartieren, Gewerbe und Industrie. Dafür soll mittelfristig die Smart-Meter-Infrastruktur eine wichtige Rolle spielen, die derzeit bundesweit im Rollout ist. Sie soll eine sichere und verlässliche IT-Vernetzung aller dezentralen Komponenten gewährleisten und so die Sektorenkopplung verbessern. Die offene und sektorenübergreifende Kommunikation über die Gateways soll die Integration verschiedener Prozesse und Informationsquellen in die Wärmewende ermöglichen. Die Datensicherheit spielt mit fortschreitender Digitalisierung der Energiewende eine wachsende Rolle.

Das Projekt umfasst sechs explizite Forschungsfelder: die Entwicklung einer Online-Plattform für Energieeffizienz und neue Geschäftsmodelle, Sichere Gateways und Router, einen Digitalisierten Experimentalcampus für Bauphysik, einen Experimentalcampus zur Nachhaltigen Wärmewende, Transformationsstrategien für urbane Fern- und Nahwärmeversorgungssysteme sowie die Klimafreundliche Wärmeversorgung von Kommunen.

Hinzu kommen zwei Querschnittsaktivitäten. In der ersten soll eine auf Smart Meter Gateway basierende Wärmewende-Plattform entstehen. Diese soll die praxisrelevanten Forschungsfelder integrieren und um digitale Mehrwertdienste erweitern. Dabei fließen auch Aspekte der Informationssicherheit ein, wie der Datenschutz, die Verfügbarkeit und IT-Sicherheit. Die zweite Querschnittsaktivität befasst sich mit der Entwicklung von Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für Ingenieurs- und Informatikberufe.

Das Verbundprojekt zur Digitalisierung der Wärmewende soll auch auf andere Regionen, Technologien und Anwendungsfelder übertragbar sein.

16.04.2021 | Quelle: Offis, BMBF | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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