Ausschreibung für Photovoltaik-Anlagen auf Gebäuden gut angenommen

PV-Freiflächenanlage: hier verdienen Kommunen künftig mitFoto: Guido Bröer
Die Ergebnisse für die Ausschreibung von Photovoltaik-Projekten zum Gebotstermin am 1. Juni liegen vor. Erstmals waren auch Anlagen mit mehr als 300 kW auf Gebäuden oder an Lärmschutzwänden in der Ausschreibung enthalten.

Die Bekanntgabe der Bundesnetzagentur (BNetzA) beinhaltet die erfolgreichen Gebote der technologiespezifischen Ausschreibung für Photovoltaik-Anlagen im sogenannten ersten und zweiten Segment. Zum ersten Segment gehören Solaranlagen auf Freiflächen mit einer Leistung über 750 kW. Unter das zweite Segment fallen Solaranlagen auf Gebäuden oder auf Lärmschutzwänden mit einer installierten Leistung von mehr als 300 kW.

Acker- und Grünland in Bayern schneidet in Photovoltaik-Ausschreibung am besten ab

In der Ausschreibung für Freiflächensolaranlagen mit mehr als 750 Kilowatt zählte die BNetzA 242 Gebote. Elf Gebote wurden aufgrund von Formfehlern vom Verfahren ausgeschlossen. Ausgeschrieben war eine Leistung von 510 MW. Die Gebote umfassten in der Summe 1.130 MW. Die ausgeschrieben Menge war damit erneut deutlich überzeichnet. Einen Zuschlag wird es für 95 Gebote mit einer zu errichtenden Solarleistung von 513 MW geben.

Von den bezuschlagten Photovoltaik-Anlagen sollen 52 Projekte mit einer Gesamtleistung von 233 MW in Bayern entstehen. Das sind 55 Prozent aller Anlagen und 45 Prozent der Leistung. Auf Acker- und Grünlandflächen sollen 34 Projekte mit einer Gesamtleistung von 223 MW gebaut werden. Auch hiervon liegen die meisten in Bayern (26 Zuschläge mit 154 MW).

Die Zuschlagswerte lagen zwischen 4,69 und 5,09 Cent pro kWh. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert liegt in dieser Runde bei 5,00 Cent pro kWh. In der vorigen Runde waren es 5,03 Cent pro kWh.

Gebäude-Anlagen im Norden und Osten stärker vertreten

Die Ausschreibung für Solaranlagen ab 300 kW auf Gebäuden oder an Lärmschutzwänden fand erstmals statt. Die Modalitäten entsprechen weitgehend denen für Freiflächenanlagen ab 750 kW. Allerdings haben die Bieter anstatt 24 Monate nur zwölf Monate Zeit für die Umsetzung. Laut BNetzA kam die neue Ausschreibung auf dem Markt gut an. Ausgeschrieben war eine Leistung von 150 MW. Es gingen 168 Gebote mit einem Gesamtvolumen von 213 MW ein. Einen Zuschlag erhielten 114 Projekte mit einer Leistung von 152 MW. 15 Gebote schloss die BNetzA wegen Formfehlern aus.

Die regionale Verteilung sieht in diesem Segment deutlich anders aus als bei den Freiflächenanlagen. Die größte Leistung entfällt auf Sachsen-Anhalt mit 34 MW bei 21 Zuschlägen. Es folgt Brandenburg mit 30 MW, die sich allerdings auf 29 Zuschläge verteilen. Niedersachsen liegt mit 29 MW bei der bezuschlagten Leistung an dritter Stelle. Dort sollen 22 neue PV-Anlagen entstehen.

Die Preisspanne der bezuschlagten Gebote reicht von 5,35 bis 7,89 Cent pro kWh. Der mengengewichtete Durchschnitt liegt bei 6,88 Cent pro kWh.

Die BNetzA kündigt an, die aktualisierten Statistiken zu den Geboten in Kürze zu veröffentlichen. Der nächste Stichtag für die Ausschreibung von Solaranlagen im ersten Segment ist der 1. November, für das zweite Segment der 1. Dezember.  

15.7.2021 | Quelle: BNetzA | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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