PV-Forschung: Fraunhofer ISE und Kalyon kooperieren

Haluk Kalyoncu, Vorstandsvorsitzender der, Kalyon Gruppe (links) und Prof. Dr. Hans-Martin Henning, Leiter des Fraunhofer ISE (rechts) unterschreiben eine Absichtserklärung.Foto: Fraunhofer ISE
Haluk Kalyoncu, Vorstandsvorsitzender der Kalyon Gruppe (links) und Prof. Dr. Hans-Martin Henning, Leiter des Fraunhofer ISE (rechts) haben eine Absichtserklärung unterschrieben.
Die türkische Kalyon-Gruppe und das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme arbeiten künftig zusammen. Es geht um Forschung im Bereich Agri-PV, integrierte Photovoltaik und Speicher.

Um die Photovoltaik-Forschung voranzubringen, haben das Fraunhofer ISE und die türkische Unternehmensgruppe Kalyon eine Absichtserklärung geschlossen. Wie Fraunhofer mitteilte, bekräftigen die Partner ihr Vorhaben, auf dem Gebiet der Agri-Photovoltaik und in weiteren Technologien der integrierten Photovoltaik sowie bei PV-Speichertechnologien zusammenzuarbeiten. In den nächsten drei Jahren plant Kalyon mindestens neun Millionen US-Dollar in Forschungsaufträge und gemeinsame Forschungsprojekte mit dem Fraunhofer ISE zu investieren.

»Die Solarbranche und insbesondere die PV-Modulherstellung sind in der Türkei bereits gut etabliert und wir freuen uns, mit Kalyon innovative PV-Technologien vorantreiben zu dürfen,« sagt Prof. Dr. Hans-Martin Henning, Leiter des Fraunhofer ISE. »Die Integration von Solaranlagen in bereits für andere Zwecke genutzte Flächen wird mit dem voranschreitenden PV-Ausbau immer wichtiger, genauso wie eine bessere Verzahnung von Solarstromerzeugung und Stromspeicherung.«

Die Kooperation zwischen Kalyon und dem Fraunhofer ISE wird gemeinsame Forschungsprojekte, wie auch Auftragsforschung und Informationsaustausch für den Technologietransfer beinhalten. Dabei fokussieren die beiden Partner auf Photovoltaik-Integrationen. Agri-Photovoltaik, also die gleichzeitige Nutzung landwirtschaftlicher Flächen zur Nahrungsmittel- und Stromproduktion, ist der erste Schwerpunkt der Absichtserklärung. Erhebliche Potenziale sehen die Partner auch in der Aktivierung von Gebäudehüllen, Straßenüberdachungen, Lärmschutzelementen, Parkplätzen, E-Ladestationen und Fahrzeughüllen. Als Teil dieser Anwendungen kann die Photovoltaik erhebliche Synergiepotenziale entfalten, die über die reine Stromproduktion hinausgehen.

Als drittes Kooperationsfeld vereinbaren der Industriekonzern und das Solarforschungsinstitut die Kopplung von Photovoltaik mit Batteriespeichern, wie sie zum Beispiel in Plug-and-Play-Anwendungen, Off-grid Systemen oder zur Steigerung des Anteils der solaren Eigenstromnutzung eingesetzt werden.

11.10.2022 | Quelle: Fraunhofer ISE | © Solarserver / Solarthemen Media GmbH

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