Batteriespeicher optimiert Vermarktung von Photovoltaik-Strom

Im Bild der Batteriespeicher, der die Vermarktung von Photovoltaik-Strom optimieren soll.Foto: Münch Energie
Der Batteriespeicher in Beuna hat eine Speicherkapazität von 34 MWh.
Der Batteriespeicher in Beuna speichert Photovoltaik-Strom dann, wenn die Preise auf dem Kurzfristmarkt besonders niedrig sind und speist in „teuren Stunden“ Strom ins Netz. Bei dem Projekt kooperieren Münch Elektrotechnik und der Nürnberger Energieversorger N-Ergie

Die Münch Elektrotechnik GmbH & Co. KG und die N-Ergie Aktiengesellschaft kooperieren seit Anfang 2024 bei einem Projekt zur optimierten Vermarktung von Photovoltaik-Strom. Der Batteriespeicher in Beuna, einem Ortsteil der Stadt Merseburg in Sachsen-Anhalt, liefert bereits seit einigen Monaten wertvolle Erkenntnisse zu einer automatisierten Fahrweise solcher Anlagen.

Die Batterie hat eine Leistung von 11,7 Megawatt (MW) und eine Speicherkapazität von 34 Megawattstunden (MWh). Sie speichert den Strom aus der angegliederten PV-Anlage der Firma Münch zu den Tageszeiten, in denen die Preise auf dem Kurzfristmarkt besonders niedrig sind – meist um die sonnenreiche Mittagszeit – und speist in „teuren Stunden“ wieder aus. Dabei nutzt die Speicheranlage ausschließlich den vor Ort erzeugten Ökostrom aus dem 34-MW-Solarpark von Münch und ist als Innovationsprojekt staatlich gefördert. „Mit diesem Projekt sammeln wir wertvolle Erfahrungen, wie Batteriespeicher die Einspeisung von PV-Strom flexibler gestalten können. Was nicht nur Chancen bei der Vermarktung bietet, sondern auch im Hinblick auf die Netzinfrastruktur“, sagt Render, Vorstandssprecher der N-Ergie Aktiengesellschaft.

 „Der Umbau des deutschen Stromnetzes ist in vollem Gange, und es liegt jetzt in unseren Händen, uns solide für die Anforderungen von morgen zu positionieren. Allein das Projekt in Beuna speichert genug Energie, um mehr als 30.000 Menschen mit erneuerbarer, preiswerter Energie durch die Nacht zu bringen“, sagt Mario Münch, Geschäftsführer von Münch Energie.

Grundlage für den optimalen Einsatz der Batterie ist der kontinuierliche Datenaustausch zwischen der Photovoltaik-Anlage und dem Speicher. Die speziell für diese Anlage programmierte Steuerungssoftware wollen N-Ergie-Expertenweiter verbessern. Diese berücksichtigt technische Parameter wie Erzeugungsleistung oder maximale Anzahl von Ladevorgängen pro Tag. Ferner ist das Ziel, die bereits funktionierenden Prozesse für die Vermarktung von Photovoltaik-Strom zu stabilisieren und komplett zu automatisieren.

Quelle: N-Ergie | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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