Prognosebasiertes Laden: Senec steuert Heimspeicher kostenoptimiert
Foto: Senec GmbHPrognosebasiertes Laden für den Senec.Home P4
Senec erweitert seine Heimspeicher um eine prognosebasierte Ladefunktion. Sie ist ab sofort für den Senec.Home P4 verfügbar, für das Speichermodell E4 soll der Rollout in den kommenden Monaten folgen. Grundlage ist der fest verbaute Senec.PowerPilot, das Heim-Energie-Management-System (HEMS).
Das HEMS verknüpft Prognosen zum erwarteten Solarertrag, zum Haushaltsverbrauch und zu aktuellen Strompreisen. Auf dieser Basis entscheidet das System selbstständig, wann der Speicher geladen oder entladen wird. Nutzer:innen müssen keine manuellen Einstellungen vornehmen. „Mit dieser neuen Funktion machen wir das Energiemanagement noch einfacher und effizienter“, so Herbert Schein, CEO von Senec.
Zwei Lademodi für unterschiedliche Anforderungen
Das prognosebasierte Laden umfasst zwei Betriebsarten. Das solaroptimierte Laden zielt vor allem auf Zeiten mit hohem PV-Ertrag, etwa im Sommer. Der Speicher wird bevorzugt mit eigenem Solarstrom geladen, um möglichst viel Energie direkt im Haushalt zu nutzen. Gleichzeitig kann die Abregelung der PV-Anlage bei Netzengpässen reduziert werden.
Das preisoptimierte Laden richtet sich an Haushalte mit dynamischen Stromtarifen und ist vor allem in den Wintermonaten relevant. In diesem Modus lädt der Speicher gezielt in Phasen niedriger Börsenstrompreise, häufig nachts. Beide Modi lassen sich über die Senec.App aktivieren, das System passt sich anschließend automatisch an die Rahmenbedingungen an.
Automatisierung soll Stromkosten senken
„Wer zuhause einen PV-Heimspeicher installiert, möchte damit seine Stromkosten reduzieren“, erklärt CEO Herbert Schein. Das prognosebasierte Laden verbinde private Stromerzeugung mit datengestützter Steuerung und richte den Speicher am tatsächlichen Bedarf aus.
Produktmanager Paul Krause betont den Automatisierungsgrad. Das System erkenne, wie viel Sonne zu erwarten sei, wie sich Preise entwickeln und welcher Verbrauch prognostiziert werde. So werde Energiesparen einfacher, ohne dass technisches Detailwissen erforderlich sei.
Beitrag zu Batterielebensdauer und Netzstabilität
Neben Kosteneffekten nennt Senec weitere Vorteile. Durch die vorausschauende Steuerung ist der Speicher seltener über längere Zeit vollständig geladen. Das schont die Batteriezellen und kann die Lebensdauer erhöhen.
Zudem kann die reduzierte Einspeisung in Spitzenzeiten zur Entlastung des Stromnetzes beitragen. Eine Untersuchung von HTW Berlin und dem Karlsruher Institut für Technologie aus dem Jahr 2025 kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Prognosegestützte Speichersysteme erzielten höhere Einsparungen, verbesserten den Eigenverbrauch und verschöben Ladezeiten in sonnenreiche oder preisgünstige Zeitfenster.
Besonders profitieren laut Senec Haushalte mit hoher PV-Leistung, dynamischen Tarifen oder zusätzlichem Strombedarf durch E-Mobilität oder Wärmepumpen. Hier kann prognosebasiertes Laden die vorhandene Erzeugung gezielt ausnutzen.
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