BDEW legt Musterwortlaut für technische Anschlussbedingungen (TAB) in der Mittelspannung vor
Foto: Karsten / stock.adobe.comImmer mehr Anlagenbetreiber wollen sich an das Stromnetz auf der Ebene der Mittelspannung anschließen. Für bundesweit aktive Anlagenbetreiber sind möglichst einheitliche Netzanschlussbedingungen bei den mehr als 800 Verteilnetzbetreibern in Deutschland wichtig. Für die Niederspannung hat der BDEW schon seit langem einen Musterwortlaut entwickelt, den fast alle Netzbetreiber nutzen. Jetzt hat der BDEW auch einen Musterwortlaut für die technischen Anschlussbedingungen (TAB) von Kundenanlagen in der Mittelspannung entwickelt und veröffentlicht, der Klarheit für Netzkunden und Netzbetreiber schaffen soll. Für Netzbetreiber entfällt zudem gemäß § 19(1a) EnWG der Begründungsaufwand bei Ergänzungen zu den technischen Anschlussregeln (TAR) des VDE (FNN), wenn die Ergänzungen zur TAR im BDEW-Musterwortlaut enthalten sind.
„Angesichts der Vielzahl der Netzanschlussbegehren insbesondere von Schnellladestationen für die Elektromobilität, Batteriespeichern und Erzeugungsanlagen in der Mittelspannung, ist unser Musterwortlaut ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu deutschlandweit standardisierten Netzanschlussbedingungen“, sagt Kerstin Andreae, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung. „Die Einigung auf den Musterwortlaut konnte nur gelingen, weil wir uns als Verband intensiv mit dem Thema auseinandersetzt haben und die in unserer Mitgliedschaft vorhandene Expertise der Netz- und Anschlussnehmerseite bündeln konnten.“ Der Musterwortlaut sei das Ergebnis intensiver Abstimmungen und baue auf einer guten Vorarbeit auf beispielsweise durch verschiedene Anwendungshilfen und einer Anlaufstelle für Netz- und Ladesäulenbetreiber auf. Diese Anlaufstelle hat bei konkreten Fragestellungen zu rechtlichen und prozessualen Rahmenbedingungen bei der Beantragung und Realisierung eines Netzanschlusses in der Mittelspannung unterstützt.
Quelle: BDEW | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH