NRW setzt progres.nrw-Förderprogramme für Elektromobilität und Klimaschutztechnik fort
Illustration: Wolfilser / stock.adobe.com Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen setzt ab sofort die progres.nrw-Förderprogramme für Elektromobilität und Klimaschutztechnik fort. Zugleich will NRW die Bürokratie abbauen. Damit Anträge schneller bewilligt werden können, erhalten die Förderprogramme schrittweise ein automatisiertes Prüfverfahren. Das Pilotprojekt ist Teil des neuesten Entlastungspakets der Landesregierung. „Wer klimafreundlich investiert, soll nicht an Bürokratie scheitern, sondern schnell Unterstützung bekommen“, sagt Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur.
Bereits im vergangenen Jahr war die Nachfrage in den beiden progres.nrw-Programmen für Emissionsarme Mobilität und Klimaschutztechnik laut Landesregierung hoch. So unterstützte das Land im vergangenen Jahr allein 3.400 Haushalte dabei, Erdwärme als Heizenergie zu erschließen. Dazu kamen fast 6.000 E-Ladepunkte an Mehrfamilienhäusern und für Beschäftigte.
Emissionsarme Mobilität: Schwerpunkt weiter auf Ladeinfrastruktur
Im Programm Emissionsarme Mobilität fördert NRW:
- Ladepunkte an Mehrfamilienhäusern und bei Arbeitgebern. Maximal 1.500 Euro je Ladepunkt kann man beantragen.
- Schnellladeinfrastruktur für gewerbliche Nutzfahrzeuge: Der Förderhöchstbetrag beträgt 40.000 Euro je Ladepunkt.
- Errichtung von öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur: Die höchstmögliche Förderung beträgt 1.500 Euro je Ladepunkt.
- Konzepte für die Errichtung von Ladeinfrastruktur und die Beschaffung von Fahrzeugen
- Ambulante soziale Dienste und Kommunen können für elektrisch betriebene Kleinst- und Kleinwagen 3.000 Euro je Fahrzeug sowie Zuschüsse für Ladepunkte beantragen. Kommunen erhalten darüber hinaus maximal 8.000 Euro bei der Beschaffung leichter Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen.
Klimaschutztechnik: Schwerpunkt auf effizienter Wärmenutzung
- Im Förderprogramm progres.nrw – Klimaschutztechnik stehen Erdwärmebohrungen für Mehrfamilienhäuser im Fokus. Hier gibt es je Bohrmeter 30 Euro bis zu einem Förderbetrag von 15.000 Euro.
- Neu im Förderprogramm ist die Nutzung von Abwärme. Hier unterstützt das Land bei der Identifikation von Abwärme-Potenzialen durch Beratungstage für wärmeabgebende Unternehmen (bis zu 75 Prozent und 63.000 Euro).
- Die Nutzbarmachung von Abwärme-Potenzialen für die leitungsgebundene Wärmeversorgung durch Anlagen zur Auskopplung wird mit bis zu 25 Prozent und 100.000 Euro gefördert.
- Weiterbildungen im Bereich Abwärmeberatung sind bis zu 50 Prozent und 2.500 Euro förderfähig.
- Darüber hinaus fördert die Landesregierung Wärmeübergabestationen für den Anschluss an ein Wärmenetz und Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung für Bestandsgebäude. Zudem gibt es Bildungsprämien zum Thema Wärmepumpe und Kommunale Wärmeplanung.
Alle Förderungen sind auf den Seiten der Bezirksregierung Arnsberg unter progres.nrw zu finden und können ab sofort beantragt werden.
Quelle: MWIKE | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH