SMA macht im Geschäftsjahr 2025 deutliche Verluste

Im Bild SMA-CEO Jürgen Reinert, der die Geschäftszahlen 2025 des Photovoltaik-Wechselrichterherstellers kommentiert.Foto: SMA Solar Technology AG
SMA-CEO Jürgen Reinert: „Wir haben mit unserem Restrukturierungs- und Transformationsprogramm strukturelle Weichen für die Zukunft gestellt und 2025 wichtige Fortschritte erzielt.“
Das Geschäft in der Division Home & Business Solutions von SMA läuft schlecht. Das Unternehmen musste sogar Vorräte verschrotten. Auch wenn das Projektgeschäft wächst, fuhr SMA im Geschäftsjahr 2025 Verluste von rund 180 Millionen Euro ein.

Die SMA Solar Technology AG hat vorläufige, ungeprüfte Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt. Demnach reduzierte sich der Umsatz der SMA Gruppe im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,9 Prozent auf 1.516,0 Millionen Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) vor Einmaleffekten erreichte 106,6 Millionen Euro (2024: 147,5 Millionen Euro). Einschließlich Einmaleffekte lag das EBITDA bei −65,4 Millionen Euro und damit deutlich unter dem Vorjahr (2024: −16,0 Millionen Euro2). Dies entspricht einer EBITDA-Marge von −4,3 Prozent (2024: −1,0 Prozent).

Division Home & Business Solutions belastet Ergebnis

Gründe für diese Entwicklung waren der geringere Absatz und eine hieraus resultierende niedrigere Fixkostendegression in der Division Home & Business Solutions (HBS) sowie verschiedene Einmaleffekte. Diese beinhalten Wertminderungsaufwendungen und Verschrottungen auf Vorräte (122,6 Millionen Euro in der Division HBS), Zuführungen zu Rückstellungen für Abnahmeverpflichtungen (35,8 Millionen Euro in der Division HBS) sowie Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Restrukturierungs- und Transformationsprogramm (24,1 Millionen Euro). Darüber hinaus wirkte sich in der Division Large Scale & Project Solutions eine Wertberichtigung auf Forderungen in den USA in Höhe von 7,5 Millionen Euro negativ auf das Ergebnis aus. Demgegenüber standen positive Sondereffekte in Höhe von 18,0 Millionen Euro.

Des Weiteren hat das Unternehmen aufgrund des reduzierten Umsatzniveaus und revidierter Marktwachstumserwartungen in der Division HBS Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungsprojekte (40,2 Millionen Euro) und auf Maschinen und Produktionsanlagen (30,3 Millionen Euro) erfasst.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Konzern sank damit auf −188,2 Millionen Euro (EBIT-Marge 2025: − 12,4 Prozent) nach −93,1 Millionen Euro (EBIT-Marge 2024: −6,1 Prozent) im Geschäftsjahr 2024. Das operative EBIT vor Einmaleffekten erreichte 54,3 Millionen Euro (2024: 76,8 Millionen Euro). Die verkaufte Photovoltaik-Wechselrichter-Leistung im Gesamtjahr 2025 stieg leicht auf 19,9 GW (2024: 19,5 GW).

Aufgrund der anhaltend niedrigen Nachfragesituation bei gleichzeitig hohem Wettbewerbsdruck lag der Umsatz der Division HBS mit 247,2 Millionen Euro signifikant unter dem Vorjahr. Die Division Large Scale & Project Solutions steigerte den Umsatz auf 1.268,8 Millionen Euro (2024: 1.175,8 Millionen Euro. Der Auftragsbestand lag mit 1.352,0 Millionen Euro (2024: 1.355,6 Millionen Euro) nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Davon entfielen 1.018,1 Millionen Euro auf das Produktgeschäft (31. Dezember 2024: 1.033,3 Millionen Euro).

Konzernergebnis von SMA im Geschäftsjahr 2025 verschlechtert

Das Konzernergebnis reduzierte sich auf −181,1 Millionen Euro (2024: −117,7 Millionen Euro). Das Ergebnis je Aktie sank entsprechend auf −5,22 Euro (2024: −3,39 Euro). Die Nettoliquidität lag mit 176,4 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahr (31. Dezember 2024: 84,2 Millionen Euro).

„Das Geschäftsjahr 2025 war erneut sehr herausfordernd. Die Solarindustrie bewegte sich in einem Spannungsfeld zwischen weiterhin sehr volatilen Märkten, geopolitischen Unsicherheiten und politisch getriebenen Diskussionen. Dies führte insbesondere in den USA und in Europa zu einer geringeren Investitionsbereitschaft“, sagt SMA-CEO Jürgen Reinert. Gleichzeitig habe das Restrukturierungs- und Transformationsprogramm bereits strukturelle Weichen für die Zukunft gestellt. Zentral sei ist die stärkere Internationalisierung von Entwicklung, Produktion und Services. „Die Ausweitung unserer Software-Entwicklung in unserem Global Competence Center in Indien ermöglicht eine schnellere und effizientere Produktentwicklung. An unserem Standort in Krakau wurden zusätzliche Endmontagekapazitäten für HBS aufgebaut und ein neues Multi Shared Service Center eröffnet, das effiziente, international integrierte Support- und Verwaltungsprozesse möglich macht“, so Reinert.

Vor diesem Hintergrund erwartet der Vorstand für die SMA Gruppe im laufenden Geschäftsjahr 2026 einen Umsatz von 1.475 Millionen Euro bis 1.675 Millionen Euro und ein positives EBITDA von 50 Millionen Euro bis 180 Millionen Euro.

Quelle: SMA | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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