Eon sieht wegen Irankrieg Nachfrageschub bei Photovoltaik

Montage einer Photovoltaikanlage auf einem Eigenheim.Foto: AHatmaker / stock.adobe.com
Konflikte um Öl lassen die Nachfrage nach regenerativen Energien steigen.
Der Krieg im Iran lässt aktuell viele Verbraucher zur Photovoltaik sowie weiteren potenziellen Grünstromtechnologien greifen. Diese kurzfristige Beobachtung teilt der Anbieter Eon mit.

Das Energieunternehmen Eon beoachtet aktuell ein hohes Interesse an Photovoltaik, Wärmepumpen und Wallboxen. Hintergrund ist der Irankrieg und der damit verbundene aktuelle Konflikt um Erdöl und Erdgas. Wie das Düsseldorfer Unternehmen mitteilte, sei die Nachfrage nach Solaranlagen im Markt seit Beginn des Krieges im Iran stark gestiegen. „Im Vergleich zu den letzten Monaten haben sich die PV-Anfragen bei uns aktuell etwa verdoppelt – wir werden regelrecht überrannt“, sagt Filip Thon, CEO von Eon Energie Deutschland.

Der Energieanbieter habe in Reaktion darauf seine Solarteams aufgestockt. „Die Haushalte in Deutschland wollen sich stärker absichern – preislich und physisch.“ Eine eigene Solaranlage erhöhe die Unabhängigkeit von Energiepreisen. Auch im Bereich Wallboxen für Elektroautos und Wärmepumpe steige das Interesse. „Je länger die Situation im Nahen Osten angespannt bleibt, umso stärker dürfte auch das Interesse an einer nachhaltigen und unabhängigeren Wärmeversorgung werden,“ so Thon weiter. „Die Lage zeigt, wie wichtig es ist Importabhängigkeit zu reduzieren – Elektrifizierung ist dafür der Schlüssel, Erneuerbare Energien sind der Stabilitätsfaktor“. 

Die aktuellen Entwicklungen verstärkten die grundsätzliche Nachfrage. „Krisen erzeugen keine neuen Trends, sie beschleunigen bestehende“, so der Eon-Manager.

Quelle: Eon | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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