Longi macht PV-Module Hi MO X10 feuerbeständig

Mehrere Personen bei einer Veranstaltung neben einem PV-Modul, das den Flammen ausgesetzt ist.Foto: Longi
Longi präsentiert Feuerbeständigkeit eines Moduls auf einer Veranstaltung in China.
Longi will seine Solarmodule Hi Mo X10 besonders feuerfest machen. Dafür soll Brandschutz-Sicherheit auf Zell-, String- und Modulebene sorgen.

Der chinesische Solarmodulbauer Longi hat eine feuerbeständige Version des PV-Moduls Hi-MO X10 für dezentrale Solaranwendungen vorgestellt. Wie Longi dazu mitteilte, nutze es die Zelltechnologie „Hybrid Passivated Back Contact“ der zweiten Generation. Diese Entwicklung diene dazu, Brandrisiken wie Hotspots und Gleichstromlichtbögen zu minimieren. Es sei für sicherheitskritische Installationen wie Lagerhäuser, Rechenzentren, Logistikanlagen und gewerbliche Dachanlagen sowie für private PV-Anlagen konzipiert.

Das Unternehmen gewährleiste die Feuerbeständigkeit des Moduls durch eine mehrschichtige Sicherheitsarchitektur. Diese umfasse Schutzmaßnahmen auf Zell-, String- und Modulebene, um lokaler Überhitzung und Lichtbogenbildung entgegenzuwirken. Eine wabenförmige Stromableitungsstruktur begrenze die Bildung von Hotspots, während eine verstärkte Abdichtung der Anschlussdose und eine verbesserte Schweißkonstruktion das Risiko von Gleichstrom-Lichtbogenfehlern verringerten. Für die Verkapselung und die Komponenten der Anschlussdose kämen flammhemmende Materialien zum Einsatz. Das Modul verfüge dazu über ein hochtemperaturbeständiges Frontglas, das für eine längere Flammeneinwirkung ausgelegt ist.

Feuerfest bei 1.000 Grad Celsius

Bei internen Labortests sei das Modul unter kontrollierten Bedingungen bis zu 1,5 Stunden lang Flammentemperaturen von fast 1000 °C ausgesetzt worden, ohne dass es zu einem Durchbrennen der Struktur gekommen sei.

Die Konstruktion soll das Eindringen von Flammen verlangsamen und dazu beitragen, die Flammenausbreitung im Falle eines Außenbrandes einzudämmen. Darüber hinaus habe das Modul vom TÜV Rheinland die Brandschutzklasse A erhalten. Es habe zudem die „Fire Protection AAA“-Zertifizierung für die Schattenbeständigkeit erhalten, die die Begrenzung lokaler Überhitzung bei teilweiser Verschattung bewertet.

Die feuerfeste Version verfüge ferner über 108 Halbzellen, unterstütze eine 1.500-Volt-Gleichstrom-Systemarchitektur und arbeite in einem Leistungsbereich von 580 bis 630 Watt. Sie erreiche einen maximalen Wirkungsgrad von 24,8 Prozent und einen durchschnittlichen Serienwirkungsgrad von über 24,5 Prozent. Das Modul toleriere zudem einen Leistungstemperaturkoeffizienten von -0,26 Prozent pro Grad Celsius und einen Betriebstemperaturbereich von -40 bis +85 Grad Celsius. Das Produkt verfüge weiterhin über den Schattierungsoptimierer und die Staubschutzfunktionen der Hi-MO X10-Familie und umfasst eine 30-jährige Produkt- und Leistungsgarantie.

„Die vorliegenden Forschungsergebnisse zeigen, dass” Brände bei Photovoltaik-Anlagen “relativ selten sind, aber wenn sie auftreten, können sie zu erheblichen Sachschäden, Betriebsunterbrechungen und einem Verlust des Investitionswerts führen”, sagte Longi-Manager Charles Jiang. “Deshalb bleibt Sicherheit eine grundlegende Voraussetzung für eine langfristige Stromerzeugung und die Rentabilität von Projekten.“

Quelle: Longi | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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