MaxSolar baut für N-Ergie Großbatteriespeicher für PV-Strom

Luftbild zeigt Umspannwerk von N-Ergie bei Ansbach im Bau.Foto: N-ERGIE / Foto: Nils Werner
Das Umspannwerk in Winterschneidbach der N-Ergie, an das der neue Batteriespeicher angeschlossen werden soll.
Verteilnetzbetreiber N-Ergie beauftragt MaxSolar mit dem Bau eines neuen Großbatteriespeichers. Er soll durch netzdienliche Fahrweise PV-Strom aufnehmen und das Netz entlasten.

Das PV- und Speicherunternehmen MaxSolar hat die Ausschreibung zum Betrieb eines netzdienlichen Großbatteriespeichers im Gebiet der N-Ergie Netz GmbH gewonnen. Der Nürnberger Verteilnetzbetreiber hatte die Ausschreibung vorgenommen und berichtete nun über das Ergebnis. MaxSolar habe sich in der Ausschreibung unter mehr als 20 Teilnehmern durchgesetzt.

In Nachbarschaft des runderneuerten und größten Umspannwerks der N-Ergie Netz GmbH im Ansbacher Ortsteil Winterschneidbach entstehe ein Großbatteriespeicher mit einer Ein- und Ausspeicher-Leistung von 20 Megawatt (MW) und einer Gesamtkapazität von 100 Megawattstunden (MWh). Der Bau des bislang größten netzdienlich betriebenen Batteriespeichers in Bayern soll in der zweiten Jahreshälfte starten. Er soll einen lokalen Netzengpass entlasten.

Der netzdienliche Batteriespeicher soll langfristig die Aufnahmekapazität für erneuerbare Energien erhöhen. Der Betreiber verpflichte sich, den Be- und Entladeprozess an den Bedarfen des Stromverteilnetzes auszurichten. Das sei ein anderes Konzept als das vieler vorhandener oder geplanter Speicher. Deren Betriebsweise orientiere sich ausschließlich an der Preisentwicklung auf dem Strommarkt und könne damit die Netze zusätzlich belasten.

Speicher für PV-Mittagsspitzen

„Batteriespeicher werden – sofern sie netzdienlich gefahren werden – gerade in Regionen mit hohen Überschüssen aus erneuerbarer Erzeugung ein Vehikel für eine effiziente und erfolgreiche Energiewende sein. In unserem stark durch Photovoltaik geprägten Netz werden sie Mittagsspitzen abfedern, während wir parallel das Netz weiter deutlich ausbauen“, erklärte Kerstin Fröhlich, Geschäftsführerin der N-Ergie Netz GmbH.

„Speicher sind das Rückgrat einer resilienten Energieversorgung und unverzichtbar angesichts der volatilen erneuerbaren Stromerzeugung”, sagte Christoph Strasser, CEO von MaxSolar. “Eine netzdienliche Fahrweise ermöglicht eine effizientere Nutzung der Netze und senkt dadurch volkswirtschaftliche Kosten.“

Das Vorhaben sei mit der zuständigen Bundesbehörde, der Bundesnetzagentur, abgestimmt. Ausgehend von den Erfahrungswerten aus dem Pilotprojekt in Winterschneidbach, nehme die N-Ergie Netz GmbH weitere Ausschreibungen für den Betrieb von netzdienlichen Batteriespeichern in den Blick.

Quelle: N-Ergie Netz | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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