1Komma5° rechnet mit Preisanstieg bei Solarmodulen

Eine schematische Abbildung eines Einkaufwagens mit einem Solarpanel, 1Komma5° rechnet mit Preisanstieg bei Solarmodulen.Grafik: alexmillos / stock.adobe.com
Wer jetzt Solarmodele einkauft, profitiert noch von günstigen Preisen.
China wird die bestehenden Mehrwertsteuer-Exportvergünstigungen für Photovoltaik-Module am 1. April abschaffen. Zudem steigen die Preise von wichtigen Rohstoffen wie Aluminium und Silber. Daher rechnet 1Komma5° in den kommenden Monaten mit einem deutlichen Preisanstieg bei Solarmodulen.

Der Photovoltaik-Anbieter 1Komma5° hat eine Prognose für die Preisentwicklung bei Solarmodulen veröffentlicht. Das Unternehmen rechnet mit einem Preisanstieg von 15 bis 20 Prozent in den kommenden Monaten. China, der weltweit wichtigste Lieferant für Photovoltaik- und Batterieprodukte, wird die bestehenden Mehrwertsteuer-Exportvergünstigungen für Photovoltaik-Module zum 1. April 2026 vollständig abschaffen. Bereits im vergangenen Dezember sank die Export-Steuerrückerstattung von 13 auf neun Prozent. Das ist laut 1Komma5° entscheidend, da fast 90 Prozent der Solarmodule in Deutschland aus China stammen.

Gleichzeitig sind die Preise wichtiger Rohstoffe für die Herstellung von Solarmodulen weiter auf hohem Niveau. Aluminium, vor allem für den Rahmen der Photovoltaik-Module wichtig, kostet derzeit rund 26 Prozent mehr als noch im Oktober 2025. Silber, das aufgrund seiner guten elektrischen Leitfähigkeit in Solarzellen gebraucht wird, kostet sogar rund 80 Prozent mehr als noch vor sechs Monaten.

Zwar sind die Polysiliziumpreise im Vergleich zum Höchststand Mitte Januar wieder um 14 Prozent gefallen. Trotzdem kostet der zentrale Rohstoff für die Herstellung von Solarzellen noch immer gut 37 Prozent mehr als im Sommer des Vorjahres. Hinzu kommt ein starker Preisanstieg bei Lithiumcarbonat, das als Grundrohstoff in der Batteriespeicher-Fertigung dient. Hier liegen die Preise aktuell mehr als doppelt so hoch wie noch vor sechs Monaten. Die Industrie rechnet daher bei Solarpanelen, Stromspeichern und anderen elektronischen Komponenten mit spürbaren Zusatzkosten.

Preise von Solarmodulen und anderen Komponenten könnten um 15 bis 20 Prozent steigen

„Allein die Abschaffung der Exportvergünstigungen wird den Modulpreis um rund zehn Prozent steigen lassen“, sagt Jannik Schall, Produktchef und Mitgründer von 1Komma5°. „Durch die zusätzlichen hohen Rohstoffpreise erwarten wir bei einzelnen Komponenten Preissteigerungen von 15 bis 20 Prozent. Mittelfristig sind davon auch Privatkundinnen und -kunden betroffen.“

In Deutschland spürt man die verteuerten Rohstoffkosten bislang noch nicht in vollem Ausmaß. Die Preise für Solarmodule sind bisher nur leicht gestiegen. „Sobald sich die politischen Maßnahmen, Produktionskürzungen und hohen Rohstoffpreise vollständig in den Lieferketten widerspiegeln, ist mit steigenden Preisen auf dem deutschen Markt zu rechnen“, so Schall.

Quelle: 1Komma5° | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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